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Wichtig

Achtsamkeit  'und'  Gleichgewicht

Ich  'und'  Du

 

Beide, Hanna und ich, hatten wir in der Zeitung den kleinen Text "Ich bin wichtig!" gelesen. Er begann mit den Zeilen: "Ich bin genau so wichtig, wie Du - und Du bist genau so wichtig, wie Ich!" - Danach machten wir einen Spaziergang durch den Park - und diese Zeilen begleiteten uns in dem Gespräch, das sich während des gemeinsamen Gehens entwickelte:

Wir gehen jetzt gemeinsam spazieren, weil wir beide das wollen - schön und gut. Doch erst jetzt wird mir klar, dass ich tatsächlich genau so wichtig bin, wie du!

Ja, gab es denn da Zweifel? - Ich habe das bisher nie anderes gesehen!

Und doch haben wir es - wie selbstverständlich - bisher im Detail anders gelebt. Wahrscheinlich machen wir es oft so, ohne es zu bemerken oder zu beachten! - Es ist alles so selbstverständlich - und natürlich auch so bequem!

Erklär' mir das bitte genauer! - Ich weiß nicht, was du meinst!

Schau! - Wenn wir nebeneinander gehen, haben wir einen gemeinsamen Rhythmus. Der ist, behaupte ich jetzt mal, in den meisten Fällen nicht gemeinsam! Er erscheint als gemeinsam, aber es ist DEIN Rhythmus, den DU vorgibst! - Ich passe mich an, oder ich laufe einfach mit, weil mir der Rhythmus gleichgültig ist und ich mich so nicht darum zu kümmern brauche, oder ich verweigere mich, dann kann es sein, dass ich leicht versetzt - oder gar einige Schritte hinter oder vor dir gehe.

Da ist was Wahres dran!

Ich denke an meine Arbeit, Gespräche mit den Kollegen und meinem Chef - auch an das Zusammensein mit Freunden. - Ich passe mich oft an, weil es einfacher und sicherer ist - oder ich mache es wie vorgegeben, weil mich das "Wieso" gar nicht interessiert. Irgendwann, wenn der Frust groß genug ist, stemme ich mich auch dagegen - oder mache einfach das Gegenteil - oder es so, wie es mir angenehmer ist.

Hm! - Wahnsinn! - Alltäglich gewohnter Wahnsinn!
Du hast eben etwas ganz wichtiges erwähnt: Du machst es manchmal auch so, "dass es für dich angenehmer ist!" Allerdings, wie ich dich verstanden habe, mehr aus Trotz gegen die anderen und weniger aus Fürsorge für dich selbst. Es bleibt irgendwie unbefriedigend!
Kannst du die Falle erkennen, in die wir da immer wieder hineinstolpern? Ich habe es bisher nämlich ähnlich gemacht!

Hm! - Hm! - Nein! - Was meinst du?

Schau - bleiben wir beim Rhythmus des gemeinsamen Gehens. Auf den genauen Inhalt (Gehen oder Urlaubsplanung, Arbeit, Kindererziehung, miteinander schlafen usw. usw.) kommt es im Einzelnen nicht so sehr an, denn dieses Prinzip wirkt offensichtlich überall im eigenen Leben, solange es nicht selbst weiter-entwickelt wird.

Jetzt mach' es nicht so spannend!

Also: Du schwenkst bei unserem gemeinsamen Gehen in meinen Rhythmus ein, weil es für dich die einfachere Lösung ist.

Richtig! 

Die scheinbar einfachste und bequemste Lösung - ist meist nicht die beste!

Wieso nicht? 

Bestmöglich ist die Lösung dann, wenn du dich damit wirklich wohl fühlst! - Im Denken und Handeln! - Wenn du also die Wirkungen für dich 'spürst' und auch für andere bedenkst und dich dann bewusst entscheidest.

Ich habe mich bisher, das habe ich ja schon erwähnt, viel nach anderen gerichtet (z.B. Was sagen die? - Was denkst du von mir? Wie ist es richtig? - Was finden die anderen gut? - usw.) - und mich dann auch wieder gegen die anderen zur Wehr gesetzt (z.B. trotzig: Was brauche jetzt ich?! - Das genehmige ich mir! - Das steht mir zu! - Wer bin ich denn! - Was bildest du dir denn eigentlich ein? - usw.). - Und wenn ich die Wahl hatte, habe ich mir meist die für mich einfachste und bequemste Lösung ausgesucht, wo ich nicht erst groß nachdenken oder gar etwas riskieren musste.

Bei alledem habe ich kaum nach meinen wirklichen Vorstellungen und Bedürfnissen gefragt und nach Möglichkeiten Ausschau gehalten, sie in meiner Realität alleine und im Kontakt mit dir und den anderen zu verwirklichen. Ich habe vergessen, zu überprüfen, ob mir das, was ich da mache und wie im einzelnen ich es anpacke, auch wirklich gut tut.

Was ich tat, war mehr 'automatisch, un-bewusst und wie gewohnt'.

Ein beliebter Ausspruch war da, wenn mich jemand fragte, wie es mir denn so gehe: "Es geht schon! - Nicht schlecht - und auch nicht übermäßig gut!"

Heute merke ich rückblickend, dass es schrecklich eintönig und mittel-'mäßig' war!

Ich verstehe! - Aber das passiert sicherlich jedem von uns - immer wieder. 

Trotzdem ist es für mich schlimm! - Es ist nicht optimal! - Es ist nicht mein momentan Bestmögliches! - Und - ich fühlte mich damit: "Nicht schlecht!" - Geht es nur darum, dass es mir "nicht schlecht" geht? Ist das der Sinn und das Ziel?

Was ist es für dich?

Ich will ab sofort mehr dafür tun, mich richtig rund und wohl zu fühlen - und diese guten und 'erfreulichen' Gefühle zu ' spüren', zu genießen und zu mehren! - Dafür will ich mich einsetzen!

Prima! - Ich denke, das hat viel mit unserem gemeinsamen Spazieren- gehen zu tun! - "Ich bin genau so wichtig, wie du - und du bist genau so wichtig, wie ich!" - das ist das Angebot für "wir gehen beide miteinander spazieren - und es macht uns beiden Spaß - und zwar jedem so viel, wie nur irgend möglich"!

Die Herausforderung ist also, einen gemeinsamen Geh-Rhythmus zu finden?

Ja! 

'Anpassen', sagst du, bringt es nicht - und auch nicht 'es gleichgültig so nehmen' - und auch nicht 'Widerstand einsetzen und dagegen sein' - oder einfach ' die eigenen Vorstellungen durchdrücken' - oder auch, 'sich vor Anstrengung und Engagement drücken' - ja, bitteschön, wie soll es dann gehen? 

Es geht besser! - Auch in dieser Welt! - Auch zwischen uns beiden!

Wie? - Wie, bitte?

Willst du mit mir zusammen spazieren gehen?

Ja, natürlich, sonst wäre ich doch nicht da!

Willst du - mit mir zusammen - einen gemeinsamen Geh-Rhythmus finden?

Selbstverständlich!

Ich will das auch! Dann lass es uns miteinander probieren!
Es beginnt damit, dass ich den Geh-Rhythmus suche, in dem ich mich gerade wohl fühle - und das auch spüre. 
Du für dich auch! 
Und wenn jeder seinen Rhythmus er-spürt hat, dann lass uns versuchen, im Rhythmus aufeinander zu zu gehen.
Immer nur so viel und so weit, dass jeder sich noch wohl fühlt, aber doch das Gemeinsame schon Gestalt annimmt.

Vielleicht gelingt es uns so, indem wir beide mitwirken - jeder so gut, wie er gerade kann - einen gemeinsamen (synchronen) Rhythmus zu gestalten.

Für dich wird er sicherlich anders sein, als der Rhythmus, den du jetzt einfach so gehst. Und für mich wird er bestimmt auch anders sein, als mein jetziger Rhythmus.

Aber - es wird dann ein Rhythmus sein, in dem sich jeder für sich und wir beide uns miteinander 'auch' wohl fühlen! - Beide ! - Gleichzeitig! - Das ist entscheiden - und damit mehr !

Hm! - Klingt interessant! - Jeder sorgt dann für sich und das Gemeinsame!

Genau!

Jeder ist also für sich und das Gemeinsame zuständig und verantwortlich!

Genau!

Und es geht nur, wenn beide das gleiche Ziel vereinbaren - und voll dabei sind!

Genau!

'Miteinander' geht nur gleich-berechtigt und gleich-verpflichtet 'miteinander'! - Verstehe!

Die bestmögliche gemeinsame Lösung - für mich - für dich - und für uns! - Lass sie uns suchen - jeder für sich - und wir beide miteinander!

Es ist bestimmt einfach - und doch spüre ich ein Kribbeln im Bauch!

Also - probieren wir es?

Klar! Versuchen wir es - - - uns zu einigen ! Wenn wir das schaffen, dann werden wir auch in anderen und auch schwierigeren Situationen gute gemeinsame Lösungen finden! - Kleines ' und' Großes ist wichtig!

 

Das haben wir dann auch gemacht. Nach einigem Probieren ging es schon ganz gut. - Seitdem versuchen wir's beim gemeinsamen Spazieren-gehen immer wieder.

Es ist interessant und wirklich schön, was dieses

"Ich bin genau so wichtig, wie du - 
und du bist genau so wichtig wie ich!"

in Bewegung bringt! - Wir beide bewegen uns nun mehr, in Wort und Tat, auch aufeinander zu!

Es ist immer wieder anstrengend, doch letztlich macht es 'so' viel mehr Freude und damit gute Gefühle! - Es lohnt sich! - Zweifellos!

 

Newsletter Nr. 77 vom 24.11.06         Thema der Woche ab 02.12.06
Zwei Texte erhalten Sie heute, "Geht schon…" und "Wichtig…". Beide sind miteinander verwandt - und sie spiegeln (leider) Alltägliches. Dahinter stehen genauso Schnell-schnell, Bequemlichkeit, Unaufmerksamkeit und automatisierte Gewohnheiten.
Ich kenne niemanden, dem es, zumindest hin und wieder, nicht auch so gehen würde. - Doch soll es so bleiben?
'Bewusster' bedeutet: "Ich spüre und beachte, wie das für mich ist und wie es für mich wünschenswert wäre!" Jetzt kann ich aktuell und passend für die momentane Situation (meine Bedürfnisse + deine Bedürfnisse + momentane Gegebenheiten) entscheiden, was genau ich tun will - und laufe nicht mehr in die Falle automatisierter Gewohnheiten von gestern oder vorgestern. - Anstrengender, aber auch lohnender! - Ausprobieren!
***Wer sich als Opfer fühlt, scheut sich davor, Verantwortung zu übernehmen.  von  unbekannt*** 

siehe auch:    Einigen    Geht schon    Gewohnheiten  
                   Ich - bin richtig und wichtig, wie du! (M-Fundgrube)   

                   MOSAIK / Klarheit 

 
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