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Respekt
Inhalt /
Hinweise:

 

 

Respekt  1

'Achtung vor mir selbst, vor dir und anderen'

 
Wir sind gut befreundet - Julia, Anton und ich.
Gerade in letzter Zeit hatten wir heftige Gespräche zu erwarten, bevormunden, besser wissen usw. - und suchten dabei eigentlich nur die Bedeutung und die Wichtigkeit von Respekt. 
 
Was ist 'Respekt'?
Zu was Respekt?
Hat das mit Über- oder Unterordnung zu tun?
Ist es wichtig, auch mich selbst zu respektieren, vor mir selbst also Achtung zu haben, um dann mit mir, mit dir und mit anderen achtsam umgehen, besser auskommen zu können?

Viele Fragen!
Die Gespräche waren sehr wertvoll, doch zu einem Ergebnis, mit dem wir alle zufrieden gewesen wären, kamen wir nicht mehr, weil Julia und Anton zu einer halbjährigen Weltreise aufbrachen.
Beide versprachen, hin und wieder etwas von sich hören zu lassen. - Tatsächlich bekam ich auch mehrere Ansichtskarten und kurz vor ihrer gemeinsamen Rückkehr einen Brief von Julia, der an unsere Gespräche anknüpfte und mich sehr berührt hat. Hier ist er:

Lieber Gerhard!

Wie oft habe ich doch mir und anderen Leid bereitet,
ohne es zu merken - und ohne es zu wollen.
In der Zwischenzeit habe ich, auch dank unserer Gespräche,
für mich den 'Respekt' geklärt:

Ich rede und erzähle von mir und über mich !
Was ich erlebt habe, was mich beeindruckt,
was ich empfinde, glaube, hoffe, wünsche,
denke, fühle, mir ersehne.

Auch und gerade,
was ich jetzt für mich brauche,
z.B. von Dir (oder von anderen).

Ich er-kläre meine Beweggründe,
wie wichtig das für mich ist -
und was ich selbst dazu beitragen will.

Wenn das notwendig ist,
bitte ich Dich (oder andere) um Zu-Wendung
und erkläre, wo und wie genau
ich mir Hilfe und Unterstützung wünsche.

Jede Bitte darf, das habe ich jetzt erkannt,
'ja' - 'nein' - oder - 'anders' zur Antwort haben!
Denn ich entscheide nur für mich selbst !

Ich achte und respektiere
Dich und Deine Eigen-Kompetenz,
auch wenn mich ein 'nein' schmerzt oder
ein 'anders' nur einen Teil
meiner ursprünglichen Vorstellungen enthält.
Ich will dazu beitragen, dass wir Lösungen finden,
die uns beiden gerecht werden und
uns beiden dann auch gut tun.

Ich drücke mich klar, eindeutig und verständlich aus,
mit Worten, Bilden, Vergleichen, Stimme, Mimik, Gesten usw.

Wenn notwendig, bitte ich auch um Gehör!
Wie wichtig - wenn ich gehört
und verstanden werden möchte!

Wenn Du von Dir sprichst und erzählst
und ich will Dir zuhören, dann zeige ich Dir das,
indem ich mich Dir zuwende.
Dann konzentriere ich mich auf Deine Worte,
Gesten usw. und gehe innerlich mit Dir mit,
versuche mir Deines vorzustellen.
Ich zeige Dir mein Beteiligt-sein
durch Kopfnicken und andere Gesten.
Wenn mir etwas nicht klar ist
oder ich nicht genau weiß, was Du nun
unter bestimmten Worten oder Begriffen
für Dich
meinst, stelle ich Dir Fragen
zu Deinem Erzähl-Text.
Wenn es wichtig ist,
werde ich Dich sogar unterbrechen und
darum bitten, eine Zwischen-Frage
stellen zu dürfen. Ich will ja mit-kommen!

Wenn auch Du mir
gleiche Achtsamkeit gewährst,
werden wir einander nahe kommen
und begegnen,
gleichgültig, ob
von Frau zu Mann,
von Freundin zu Freund,
von Kollegin zu Kollege - usw.

Ich wünsche mir das nicht nur,
sondern ich tue das Meinige auch dafür!
Ich lerne weiter und ständig dazu -
vor allen Dingen
Achtsamkeit und Konzentrationsfähigkeit,
Entspannen und auch Loslassen,
Klarheit und Überblick,
treffendere und genauere Worte zu finden
für das, was mich gerade innerlich bewegt -
und auch vielfältigeren und intensiveren Einsatz
meiner anderen Ausdrucksmittel
(Stimme, Lautstärke, Gestik, Mimik usw.) -
und dieses alles immer besser und wirkungsvoller
miteinander zu verbinden.

Doch, ich bitte Dich (und andere) auch
um Nachsicht und Geduld.
Ich gehe diesen Weg, strebe nach Kräften
diesen meinen Zielen zu
und freue mich über kleinste eigene Fortschritte.
Ich bemühe mich also!
Es gelingt mir mal mehr - und mal auch weniger.

Ich mache es - wie Du ja auch -
in jedem Augenblick so gut, wie ich es nur kann.
In meiner Art!

Sollte ich Dich verletzen oder
in Deinen Kompetenzbereich eindringen,
deine
Grenzen also überschreiten,
bitte ich Dich, mir das zu sagen.

Ich mache das ja nur, wenn ich selbst es nicht bemerke.
Ich möchte mich dann, wenn ich un-achtsam war,
entschuldigen dürfen.
Und nur so kann ich auch dazu-lernen,
Gleiches in der Zukunft nicht zu wiederholen.

Je 'bewusster' ich werde,
desto seltener werden solche Ausrutscher,
die ich ja gar nicht will - und die nur schaden -
mir - und Dir - und unser Beziehung zueinander.

Ich wünsche mir - und Dir - und uns
viele Begegnungen
mit Respekt und
von Mensch - zu Mensch!

Ich danke Dir,
dass Du mir Deine Freundschaft schenkst
und umarme Dich!

Von Anton natürlich auch ganz herzliche Grüße! 
In diesen Überlegungen und Zielen sind wir uns - nach langem Hin und Her - jetzt auch einig. Wir versuchen es seitdem so gut es halt gerade geht. Das tut uns beiden erstaunlich gut! - Auch wenn es immer wieder ganz schön anstrengend ist und Überwindung kostet.

Bis bald, wenn wir wieder Zuhause sind!
Ich freue mich schon auf unsere Zusammenkünfte! 
Es gibt viel zu erzählen!

 

 

 

Respekt  2

Ich bin o.k.! - Du bist o.k.! - Und doch .... !

 

Ich habe das Recht, so zu sein, wie es für mich richtig und gut ist, solange ich in den Grenzen meiner eigenen Zuständigkeit bleibe und das nicht zu deinen oder anderer Lasten geht. - Ich bin o.k.!

Gleichermaßen hast du das Recht, so zu sein, wie es für dich richtig und gut ist, solange du in den Grenzen deiner eigenen Zuständigkeit bleibst und das nicht auf meine oder anderer Kosten geschieht. - Du bist o.k.!

Doch es ist nicht damit getan, mich und dich nur so zu lassen, oder gar das "Ich bin o.k.!" als Rechtfertigung zu nehmen, um eigene Veränderungen abzulehnen. Denn das ist immer nur eine Seite.

Als ‘Ich’ und als ‘Du’ sind wir auch Menschen und als solche herausgefordert, das eigene Verhalten ständig selbst zu überprüfen und weiter zu entwickeln:

  • "Will ich mich achten und meinen Lebens-Raum (Denken, Fühlen, Inhalte, Ziele, Handeln, Grenzen) verständlich machen und schützen?
     
  • Will ich dich achten und mich auch für deinen Lebens-Raum interessieren, ihn so respektieren?
     
  • Will ich Trennendes verstärken, das angeblich Richtige und Wichtige vorschreiben, alleine Meines durchsetzen und damit Deines bekämpfen und bekriegen?
     
  • Oder will ich mich um Verbindungen bemühen und mich mit dir zu Veränderungen einigen, die jeder für sich vornimmt, die uns dann aber beiden zugute kommen und das je eigene und damit auch das gemeinsame Leben angenehmer und erfüllter machen?"

Miteinander und nebeneinander - mit Respekt voreinander, das ist Mensch-sein. Und dabei bist du genau so wichtig wie ich - und ich genauso wichtig wie du.

Das immer besser leben zu lernen, ist Herausforderung und Aufgabe für heute, für morgen - für jeden neuen Tag.

siehe auch:  Newsletter Nr.21 !

 

Grundhaltungen, 

wie sie die Transaktionsanalyse (TA), 
aus der "Ich bin o.k. ..." kommt, benennt:
 

 

      Ich bin o.k.  -   Du bist o.k.
      Ich bin o.k.  -   Du bist nicht o.k.
      Ich bin nicht o.k.  -   Du bist o.k.
      Ich bin nicht o.k.  -   Du bist nicht o.k.
 

Die 'eigene' Grundhaltung beeinflusst ganz
entscheidend den Verlauf und die Qualität 
einer Begegnung bzw. eines Gesprächs.
 
Nur die innere Einstellung 
      "Ich bin o.k.  und   Du bist o.k.!"
ermöglicht gute und menschliche Kontakte zu sich selbst und zu anderen (= Respekt sich selbst und auch anderen gegenüber).
 

 

 

Respekt  3

Vor was - und vor wem ?

 

Respekt? 

Vor was will ich Respekt haben?

Vor dem Du als Menschen, vor seiner Funktion,
seinen fachlichen Fähigkeiten, seiner Kleidung,
seinen Manieren, seinem Auto,
seinem Besitz oder vor was sonst?

Das ist entscheidend dafür, wie ich dem Du
begegne und mich dann dabei auch fühle.

Von Mensch zu Mensch fordert immer:
gleich-berechtigt, 
gleich-richtig (in der je eigenen Art),
gleich-wichtig und 
gleich-verantwortlich
für die gemeinsame Beziehung!
 

 

Thema der Woche ab 25.02.08   (01.02.03)    Respekt - vor wem oder was? - Ist das vielleicht ein antiquierter Begriff, der nicht mehr in unsere heutige Welt passt? Oder ist das gar etwas, was immer und in jeder Zeit, auch heute und jetzt, wichtig und tragend ist? - Vielleicht wie der heilende und lebensfördernde Schamanen-Trommel-Rhythmus der Urvölker? - Wo liegt der Zusammenhang mit der GFK (Gewaltfreie Kommunikation)? 

siehe auch:   Ich...   Newsletter Nr. 21     

                    LABYRINTH / Respekt     

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Texte unter "R" R-Fundgrube Ratschläge Realität Reden
Regeln Religionen Respekt Richtig Roboter
Rollen        

 

verstreute "R"-Texte Reagieren -> G-Fugr. Reaktion -> K-Fugr. Recht haben -> Zit.3
Remembering -> Zit.43  Risiko -> Zit.12  Rückblick -> H-Fugr.  Rücksichtslos -> R-Fugr. 
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