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ZITATGehmeditation 
         von Thich Nhat Hanh

 

ZITATE 41:  Wir gebrauchen unsere Muskeln ...

ZITATE 48:   Der Gang der Natur ...

Wer es eilig hat ..... 

 

 


Ganz kurz:

Mach jede Bewegung
zu einem Geschenk für deinen Körper,
also langsamer (achtsamer, bewusster),
begleitet von deinem 
inneren Zuschauen und Spüren.

Ein (klein) wenig anstrengender,
als am bequemsten.
*

Egal, welche Haltung
du gerade einnimmst, dir selbst oder
auch anderen / anderem gegenüber,
macht sie dir  so spürbar Freude
und tut sie dir  so auch 'spürbar' gut?
(Folgen und Wirkungen für dich und andere?)
*

Verbessere deine Beweglichkeit 
und deine Haltung
und du intensivierst dein Leben!
*

Was immer du machst oder nicht machst,
du tust es für dich!
(bzw. gegen dich)

Eine namhafte Schuhfirma schreibt in einem ihrer Prospekte:
"Unsere Füße wurde geschaffen fürs Barfusslaufen. Barfuss auf Sand oder Waldboden - dafür schuf die Natur unsere Füße. Denn nur dann stimmen Gleichgewichtsverteilung, Balance und Durchblutung. Entdecken Sie das herrliche Gefühl naturgesunden Gehens wieder ....."  (07.16)

 

Gehmeditation ist wie ein Spaziergang. 

Wir haben dabei nicht die Absicht, einen bestimmten Ort innerhalb einer bestimmten Zeitspanne erreichen zu wollen. (…) Entscheidend ist das Gehen, nicht das Ankommen. (…) Jeder Schritt ist Leben; jeder Schritt ist Frieden. Das ist der Grund, warum wir nicht zu eilen brauchen; darum verlangsamen wir unsere Schritte. (…) Die Schritte unseres alltäglichen Lebens sind durch unsere Sorgen, unseren Ärger und unsere Ängste ganz schwer geworden. Unser Leben hat sich oftmals zu einer bloßen Aneinanderreihung von Monaten und Jahren voller Sorgen entwickelt. Von daher können unsere Schritte nicht entspannt sein. Die Erde ist so schön mit ihren vielen wunderbaren Wegen: Da sind schmale Pfade mit jungen Birken an jeder Seite; da gibt es Wege, auf denen Sie sich vom Geruch des frisch geschnittenen Grases berauscht fühlen; Sie finden Pfade, die mit Laub in den schönsten Farben bedeckt sind. Aber nur selten sind wir uns dieser Wege bewusst, und oft wissen wir sie gar nicht zu schätzen. Das ist so, weil wir nicht entspannt sind und unser Gang kein entspannter Gang ist. Gehmeditation ist eine Übung, durch die wir zu einem entspannten Gehen zurückfinden.          Thich Nhat Hanh

 

Meditatives Gehen / Laufen

(sich genauer spüren + wichtig nehmen + verbessern + genießen lernen)

Allgemeines

 
Meditatives Gehen / Laufen
fördert Entspannung, Wohlfühlen, Kontakt zum Spüren und Beachten des eigenen Körpers, das Loslassen von versteckten Verspannungen und damit auch die Heilungschancen für Schmerz- und Krankheitszustände, die eigene Konzentrations- und Wahrnehmungsfähigkeit, Geduld, Ausdauer und Kreativität, das eigene Weichsein und die Beweglichkeit, mehr Sensibilität für das eigene Außen und Innen, die aufrechte Haltung und die eigene Lebensfreude (Energie).
Ganz nebenbei und ohne große Anstrengung, werden Kreislauf und Muskulatur an den Stellen und in dem Umfang, wo es wirklich wichtig ist, trainiert.
Darüber hinaus tut es einfach gut, morgens den Bettzipfel loszulassen und den Tag mit bewusster Bewegung an frischer Luft zu beginnen.

Meditatives Gehen / Laufen will das eigene Wohlfühl-Programm ergänzen.

Meditatives Gehen / Laufen ist für jeden geeignet, der gehen bzw. laufen kann und daran interessiert ist, seine Lebensqualität zu verbessern.

Meditatives Gehen / Laufen ist als Meditation in Bewegung ein Übungsweg, inneres Gleichgewicht und damit harmonische Verbindung zu finden zwischen Spannung und Entspannung, Verstand und Gefühl, Innen und Außen, Ich und Du (Partner, Umwelt). Diese Art der konzentrativen Entspannung fällt vielen leichter, als andere Meditationsformen (z.B. Zen, Sitzen und Konzentration auf den Atem). Im Meditativen Gehen / Laufen geht es nicht nur um Entspannung, sondern auch um eine Verbesserung der eigenen Lebensqualität, also Alltägliches 'jetzt' mit mehr Achtsamkeit zu tun, das bewusster wahrzunehmen und dann auch zu genießen.

Meditatives Gehen / Laufen hat Besonderheiten wie z.B. die relative Langsamkeit, die entspannte Haltung, die eigene Schrittlänge usw., die gelernt und eingeübt werden müssen. Das Langsamer-werden ist besonders wichtig, um den Kontakt zum inneren Wahrnehmen und Spüren herzustellen. Später können die so gewonnen Qualitäten auch in andere und auch schnellere Bewegungen mitgenommen werden. 

Nur das, was täglich angewendet und geübt wird, wirkt und ist damit auch sofort verfügbar. 
Meditatives Gehen / Laufen sollte nicht nur täglich praktiziert, sondern auch untertags bei jeder Bewegung, jeder Ortsveränderung, ja auch (im Prinzip) beim Stehen und Sitzen, beim Rad- und Autofahren usw. bewusst eingesetzt werden. - Die Erfolge können sich sehen lassen!
Meditatives Gehen / Laufen wirkt nicht nur entspannend auf den Körper, sondern auch harmonisierend auf Geist und Seele.

Ich begleite jede Bewegung mit meinem Spüren! 
Ich prüfe, ob mir das so gut tut! 
Ich verbessere ständig
im Rahmen meiner momentanen Möglichkeiten!
Und ich genieße es!

 

 


Meditatives Gehen 

Bewusst und achtsam 'in Bewegung',

den eigenen Körper spüren und beachten,

die Bewegungen ständig behutsam verbessern!


Markante Textstellen:     Morgens      Selbstbeobachtung      Gehe nun     Haltungs-Check   
  Wirkungen / Erfolgskontrolle  
   Variationen und Ergänzungen:   >  Atmen  und   Verbinden 

 
Meditatives Gehen
unterscheidet sich äußerlich kaum vom üblichen und gewohnten Gehen. Doch in der Ausführung und im inneren Erleben ist der Unterschied erheblich: Die Bewegungen sind flüssiger und weicher, der Körper ist aufgerichtet ‘und’ entspannt, die Aufmerksamkeit ist konzentriert auf die Füße bzw. Fußsohlen. 

  

Bewege dich morgens

wenn irgend möglich - in einem Park oder im Wald, an einem Ort also, der dir angenehm ist. Die beste Zeit ist, wenn die Nacht geht und der neue Tag kommt.
Ich persönlich beginne um 7 Uhr, im Sommer manchmal auch etwas früher.
Meditatives Gehen
etwa 1 Stunde und 15 Minuten (insgesamt etwa 5.000 m).
Bewege dich alleine oder zumindest schweigend, sonst ist die Konzentrationsfähigkeit reduziert.

 

Beobachte dich zunächst selbst

wie du gehst - mehr mit Betonung der Fersen oder der Ballen, der Außenkanten oder der Innenkanten, mehr schleppend oder schwebend, mit viel Krafteinsatz oder leicht, abgehakt oder mehr fließend, mit den Füßen leicht nach außen oder nach innen, mit durchgedrückten oder leicht eingeknickten Knien usw. 

mit welchem Körperzustand  - vor allem im Becken, in der Wirbelsäule, in Schultern, Armen und Händen, in der Kopfhaltung (starr oder weich mitschwingend) im Kieferbereich (Mund), in den Augen und in der Stirne.  

wo deine Gedanken während des Gehens sind - ganz wo anders, Musik im Ohr, Bedürfnis, über irgend etwas zu reden, bei der Arbeit, bei Freunden, bei dem, was du möchtest oder über das du dich ärgerst, bei den Pflichten, die dich erwarten, bei Problemen, beim Partner, bei der Landschaft, in der du dich bewegst usw.

ohne zu bewerten. - So machst du es jetzt!

Wie spürst du dich dabei? - Wie fühlst du dich gerade? Wie würdest du deine momentane Stimmung beschreiben?

Beginne erst jetzt, mit dem Neuen (das Bisherige durch das Neue zu verändern bzw. zu ergänzen). Nur so kannst du auch am Schluss überprüfen, ob es sich gelohnt hat und wie du dich dann fühlst. 

 

Gehe nun

etwas tiefer in den Knien (ständig ca.2-3 mm abgesenkt), mit aufgerichteter Haltung, mit weichen, fließenden und gleichmäßigen Bewegungen, mit entspannt hängenden Schultern, Armen und Händen, mit leicht geöffnetem Mund, mit leicht gesenktem Blick (dient nur der groben Außenorientierung, während die Aufmerksamkeit nach Innen und dort auf die Fußsohlen gerichtet ist). 
Die Fußbewegungen dürfen immer mehr zu einer gleichmäßig fließenden Welle - und auch immer leiser werden.

Ich schaue meinen Bewegungen innerlich zu
und begleite sie mit meinem Spüren!

Die Schrittlänge prüfen und korrigieren! 
Die Gehbewegung soll nur im Becken und darunter stattfinden. Der Oberkörper bleibt aufgerichtet und schwingt in der Gehbewegung mit (Becken, Schultern, Kopf und Mund). 
Vielfach sind wir gewohnt, größere Schritte zu machen, als sie uns bei optimalem Energieeinsatz gut tun. 
Es ist wichtig, die 'eigene' Schrittlänge heraus zu finden und sie bewusst einzusetzen.

Schrittlänge

Die Aufmerksamkeit (Konzentration)
ist überwiegend Innen und da bei den Füssen bzw. Fußsohlen. Wenn die Gedanken abschweifen und du es bemerkst, dann die Gedanken weiterziehen lassen, wie Wolken am Himmel, und zu den Füssen zurückkehren. Niemals ärgern oder sich selbst beschimpfen!
Sind es wichtige, vielleicht auch belastende Inhalte, die im Moment nicht weggehen wollen, dann gibt es viele Möglichkeiten, wieder für inneren Frieden zu sorgen: Du kannst mit dir selbst und deinem Unbewussten z.B. eine Vereinbarung treffen: "Ich werde mir heute Abend, etwa um 18 Uhr, 1 Stunde Zeit nehmen und diese Inhalte gründlich durchdenken und klären. Ich bitte dich, mein Unbewusstes, mich zu erinnern und zu unterstützen." Nun kannst du während des Gehens / Laufens diese Gedanken loslassen und dich ganz auf das Bewegen konzentrieren. -
Eine Hilfe kann es auch sein, immer wieder folgenden Satz zu wiederholen:

Ich leben jetzt - in diesem Augenblick!

Die Bewegung der Füße
soll mehr und mehr ins Gleichgewicht kommen. Also je gleicher Energieeinsatz durch das linke und durch das rechte Bein. Gleicher Aufsetzdruck auf den Fersen und den Ballen. Gleiche Beteiligung der Außenkanten und der Innenkanten, gleicher Körperausschlag nach links und nach rechts.
Zwischen Ballen großer Zeh und Ballen kleiner Zeh verläuft die Kraftlinie der Bewegung. Gleichgültig, wie sie bisher verlaufen ist (Entenbewegung oder nach innen gerichtet), sie sollte künftig mehr und mehr ‘gerade nach vorne’ verlaufen. Das geht nur bewusst und indem der übrige Körper, vor allem Becken und Schultern, losgelassen werden und in ein leichtes Schwingen hineinfinden dürfen.

Die Bewegung der Füße soll mehr und mehr zu einer gleichmäßig fließenden Welle werden.

Kraftlinie

Der folgende Satz erinnert und kann das Gehen / Laufen erleichtern: 

Ich gehe weich, fließend und gleichmäßig, 
kraftvoll, nach vorne und aufgerichtet - jetzt!

Ich spüre meine Fußsohlen in all ihren Teilen,
meinen darüber schwingenden Körper
und immer wieder mein freudiges Tief-Durchatmen!

 

 

Haltung (Haltungs-Check) 

Die weich abrollende Fußbewegung braucht die Ergänzung durch eine optimale Körperhaltung.
Nur der aufgerichtete und zentrierte Körper begnügt sich mit der geringst möglichen Anspannung, hat guten Kontakt zum Boden, der ihn trägt, ist standfest und im Gleichgewicht. Jede Abweichung aus der Senkrechten verbraucht zusätzliche Energie, weil Fehlhaltungen durch entsprechende Muskelanspannungen ausgeglichen werden müssen (trägt zu Verspannungen bei).

Warum steht ein mobiles Verkehrsschild so sicher? Es steht in seiner Mitte und hat einen tiefen Schwerpunkt.

Die Bauart unseres Körpers ermöglicht eine wunderbare Beweglichkeit, verlangt jedoch für eine optimale Nutzung, dass wir uns 'bewusst' aus unserer Mitte heraus (aufgerichtet und mit etwas tieferen Knien) bewegen. Das ist  anstrengender, als einfach so vor sich hin zu gehen. Letztlich spart das Lebensenergie und trägt sehr zur Gesamt-Entspannung und damit zu weicher Beweglichkeit und mehr Wohlfühlen bei.

Haltung optimieren

Im einzelnen: 

Knie - beobachten: "Wie gehe ich üblicherweise - und für mich am bequemsten?" Von dieser Position aus die Knie ein wenig (2 - 3 mm / dass es als 'etwas anstrengender' spürbar ist) absenken und diese Position beibehalten.

Becken - nach vorne schieben, dann nach hinten. Mit mehreren, langsamen und sehr behutsamen Hin- und Her-Bewegungen die Mittelposition suchen, in der das Becken fast senkrecht nach unten hängt - und loslassen. Zur Kontrolle kurzfristig eine Hand hinten auf das Gesäß legen und spürend überprüfen. - Das Becken darf in der Gesamtbewegung mitschwingen.

Wirbelsäule - ist aufgerichtet - Wirbel über Wirbel - wie ein Bauklötzchenturm von Kindern. - Auch die Brustwirbelsäule. Dazu die Brust nach vorne schieben (Brust raus) und dann in den Rundrücken wechseln. Diese Bewegungen mehrmals, langsam und kleiner werdend wiederholen. Sich so allmählich an die Mitte herantasten. In der Mitte steht dann auch die Brustwirbelsäule, so gut es eben möglich ist, in der Senkrechten.

Schultern, Arme, Hände, Finger - hängen - und sind ganz weich und entspannt. Wichtig: Nichts in den Händen halten (Handschuhe, Schlüssel, Schirm usw.). Wenn es notwendig ist, dann solche Gegenstände am Körper verstauen, so dass das Gleichgewicht nicht gestört wird. Besonders wichtig auch: Arme hängen lassen - und ‘nicht’ angespannt anwinkeln (sowohl beim Gehen, als auch beim Laufen). - Auch die Schultern dürfen in der Gesamtbewegung mitschwingen.
Innere Vorstellung: Beide Außenkanten der Schultern werden gleichzeitig von elastischen Schnüren nach hinten gezogen.

Hals und Kopf - werden am gedachten Durchgangspunkt der Halswirbelsäule durch die Schädeldecke von einer elastischen Schnur leicht Richtung Himmel gezogen (innere Vorstellung). Dabei geht das Kinn ein wenig in Richtung Brust. - Auch der Kopf darf in der Gesamtbewegung mitschwingen.

Mund - Der Mund ist weich so weit geöffnet (das Unterkiefer hängt dabei entspannt), dass die Zunge gut durch die Zähne ein- und ausfahren kann (Vorstellung, jemandem die Zunge herauszustrecken). Auch das Unterkiefer darf in der Gesamtbewegung mitschwingen.

Stirne - ist ganz entspannt. Sie dehnt sich in der Vorstellung von einem Ohr zum anderen, bis zur Nasenspitze und bis zur Kopfmitte - und wird damit ganz glatt und weich.

Gesicht - Das Gesicht ist weich, weit und hell. - In den Augen nistet sich das eigene Lächeln ein, das sich nach und nach in den ganzen Körper hinein ausbreitet. Spürbar!

Nach diesem Haltungs-Check, der zwischendurch immer  wiederholt werden muss (blitzlichtartig), kehrt die Aufmerksamkeit sofort wieder zurück zu den Füßen bzw. zu den Fußsohlen, um dort weiter für eine weiche, fließende und gleichmäßige Bewegung zu sorgen.

Ich gehe weich, fließend und gleichmäßig, 
kraftvoll, nach vorne und aufgerichtet - jetzt!

Ich spüre meine Fußsohlen in all ihren Teilen,
meinen darüber schwingenden Körper
und immer wieder mein freudiges Tief-Durchatmen!

 

Wirkungen und Erfolgskontrolle

Tun! - Spüren! - Und genießen, wie sich das nun auswirkt, was sich alles verändert, im Innen und im Außen - schon jetzt - und auch später.

 

 

Variationen und Ergänzungen 

In das Meditative Gehen können auf Teilstrecken jederzeit auch Ergänzungen eingebaut werden, z.B. das Atmen und das Verbinden.

Atmen:
Weitergehen. - Die Aufmerksamkeit wechselt von den Füßen zum Atem.
Erst wenn der Körper von sich aus mit dem Einatmen beginnt, dann aktiv einatmen, so viel, wie nur irgend geht, bis zum obersten Punkt. Nicht drängeln, sondern nur den natürlichen Atemfluss unterstützen. Während des Einatmens vor allem Bauch- und Brustatmung beobachten. Bis zum obersten Punkt (Schultern hängen lassen!). 
Weiteratmen, den Atem nun loslassen, ihn ausströmen lassen, so wie er (der Atem) das möchte. - Nicht schieben, presse oder drücken, sondern innerlich beiseite treten und den Atem in seiner Art machen lassen. Sich nicht einmischen. - So lange der Atem ausströmen will. - Nur innerlich zuschauen und aufmerksam mit dem Spüren begleiten.
Nachdem der Atem den untersten Punkt des Ausströmen-lassens passiert hat (die Pause zulassen!), stellt er ganz von alleine wieder um auf 'einatmen'. Erst dann wieder mit einem neuen Zyklus beginnen (wie beschrieben). 
Beides ist wichtig, das aktive Einatmen und das passive ausströmen lassen des Atems. Doch beobachte besonders das Ausströmen-lassen!

Eine besondere Wirkung entwickelt sich, wenn mit dem Einatmen stückweise innerlich ein persönlicher Ziel-Satz gesprochen wird, z.B. 

"Ich bin durchströmt und ausgefüllt von Licht und Liebe,
von kraftvoller und nährender Lebensenergie 
und von heilender Lebensenergie,
 von Geduld und Ausdauer, 
von Freude spüren und Schönes anerkennen,
von Wertschätzung und Wohlwollen, 
von Humor, Zufriedenheit und Dankbarkeit.
Ich spüre und genieße es - und ich strahle es hinaus, verbreite und verschenke es - und ich fördere es und entwickle mich ständig weiter. - Jetzt!

(Ergänzende Gedanken:  Jede Zelle, jedes Atom! Und jeder Körperteil darf sich so lange und so viel Energie holen, wie er gerade braucht, um seine Aufgaben erfüllen und bestmöglich am Ganzen mitwirken zu können.
In besonders bedürftige Körperteile nacheinander hineinatmen, 
sie mit kraftvoller Energie füllen und alles Belastende und jetzt Unnötige loslassen. und ausatmen.)

Ich lebe jetzt - in diesem Augenblick!"

 

Verbinden: 
Weitergehen. - Jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf das Atmen und nimmt das Meditative Gehen mit dazu.
Nun also das Meditative Gehen wahrnehmen, innerlich zuschauen, es mit dem Spüren begleiten, gut dafür sorgen (wie beschrieben) und gleichzeitig auch das Aktiv-/Passiv-Atmen wahrnehmen, auch das in das innerliche Zuschauen gleichberechtigt mit einbeziehen, auch das Atmen spüren und gut dafür sorgen (wie beschrieben).
Beides gleichzeitig! 

Dem 'Verbinden' kommt eine ganz 'besondere' Bedeutung zu.
Hier ist es das Verbinden von Unten (Füße, Gehbewegung) und Oben (Atmen) in der Aufmerksamkeit. Doch die Notwendigkeit, für gute Verbindungen zu sorgen, sind alltäglich - z.B. von Innen (innere Befindlichkeit) und Außen (äußere Realität), von Ich und Du, von Links und Rechts, vom sogenannten Guten und Bösen, von Licht und Schatten, von Erfreulichem und Belastendem, usw., von den 'zwei Seiten' also, die 'immer' vorhanden sind (Polaritäten) und die gut miteinander verbunden (verbündet) und nicht gegeneinander ausgespielt werden wollen. - Das hier geübte 'Verbinden' generalisiert sich im Laufe der Zeit. So entwickeln sich - ganz nebenbei - die eigenen Fähigkeiten, immer besser und bewusster für gute Verbindungen zu sorgen.

Denke an

  • die Gleichmäßigkeit (Ballen, Ferse, Gleichgewicht) des Gehens - 
       wie eine sanfte, fließende Welle,

  • etwas tiefer in den Knien bleiben - immer ein wenig anstrengender,
       als am bequemsten,

  • zwischendurch immer wieder 'Haltungs-Check',

  • Schultern + Arme + Hände + Finger hängen ganz entspannt und
       schwingen 'von selbst' in der Bewegung mit,

  • das Atmen nur durch die Nase, einatmen = aktiv tun, ausatmen = 
       ausströmen 'lassen', so lange nicht einmischen, bis der Körper selbst 
       wieder auf 'einatmen' umstellt,

  • Aufmerksamkeit nach Innen gerichtet, innerlich zuschauen und spüren,

  • auch immer wieder die Augen ganz zufallen lassen und auch blind gehen (damit experimentieren),

  • 'Verbinden' fordert die volle Konzentration ganz besonders.

 

 

>>>>>>  HINWEIS:   Meditatives Laufen 

 

  

>> aus Zitate 41,
(J-Fundgrube)

... Wir gebrauchen unsere Muskeln immerfort und irgendwie auf eine Art, die uns kein Vergnügen bereitet. Jede Bewegung eines Muskels aber, die uns kein Vergnügen bereitet, ist ein Prozess, der uns abbaut. Er trägt sein Kleinteil dazu bei, unseren Körper aufzubrauchen. Er erzeugt die Gewohnheit der Ungeduld und Ruhelosigkeit.
.... 
(vollständiges Zitat = J-Fundgrube) 

 

Zitate 48:

Ahme den Gang der Natur nach. Ihr Geheimnis ist Geduld. (Ralph Waldo Emerson)
 

 

  Wer es eilig hat, muss langsamer gehen.   (Konfuzius)  

 

 

Thema der Woche ab 10.11.13 (08)   Gehmeditation von Thich Nhat Hanh - Ein weiser Mann bietet hier seine Gedanken an zur Kraft der Entspannung und zur Wichtigkeit der Entspannung. - Und damit sei auch an die Möglichkeiten des Meditativen Gehens und des Meditativen Laufens erinnert, die daran im Anschluss beschrieben werden. - Schmerzen, Krankheiten, überhaupt jedes Leben kann damit eine wesentliche Verbesserung und Intensivierung erfahren. - Wenn, das ist eine wichtige Voraussetzung, dieser Weg der Entspannung und Bewusstwerdung gefällt und Freude macht.

Newsletter Nr.90 vom 16.04.08  +  Thema der Woche ab 21.04.08     Meditatives Gehen   Entschleunigung ist ein aktuelles Schlagwort unserer Zeit. Was bedeutet es? Wohl auch langsamer, entspannter und aufmerksamer werden für den jetzigen Augenblick, diesen bewusster wahrnehmen und auch spüren. Besser für das eigene Sich-wohl-fühlen sorgen. - Viele versuchen dem zu entsprechen, indem sie Yoga oder Meditation oder anderes machen. Im Regelfall 1 ½ Stunden in der Woche - und das war's dann. Aber reicht das?  -  Verfügbar im täglichen Leben ist nur das, was auch täglich geübt und angewendet wird. Eine hervorragende Möglichkeit ist das Meditative Gehen. Denn "gehen" tun wir ständig. Und so können wir das Gehen oder auch andere alltägliche Bewegungen mehr und mehr - und für andere kaum wahrnehmbar - zu unserm Wohl-fühl-Training werden lassen.

***Man kann vor einem Problem nie davonlaufen. - Vielleicht denkst du, du bist entkommen, aber 
solange du dich dem Problem
nicht stellst und es löst, wird es immer im Hintergrund stehen.  
                                 Nancy Taylor Rosenberg in "Das Gesetzt der Macht'
" *** 

Thema der Woche ab 18.12.10  (22.10.08, 12.07.03)     Meditatives Gehen und Laufen ist eine Schule der Aufmerksamkeit und der Achtsamkeit - und damit der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit und Konzentration - für das eigene Tun und Spüren. Es sucht die Gleichzeitigkeit von 'nur so wenig Anspannung wie gerade nötig' und 'so viel Entspannung wie gerade möglich'. Es fördert die Weichheit und den Fluss der eigenen Beweglichkeit und die 'spürbare' Verbesserung der Körperhaltung. Es ist ein behutsamer Übungsweg, sensibler das Außen mit dem Innen zu verbinden und gut für Gleichgewicht und Wohlfühlen zu sorgen. -  Muskel-, Kreislauf- und Ausdauertraining gehen mit dem Meditativen Gehen / Laufen 'ganz natürlich' einher. Und es macht Freude, auch wenn es immer wieder anstrengend ist und Überwindung kostet.


siehe auch: >> alle Hinweise unter Meditatives Laufen 
                  Bewusst    Bewusster    Boden    Denken und Spüren   Energie   Frieden   Gleichgewicht  
                  Heilen   Jesus   Opfer   Optimist   Paradies    Spannungen   Thema der Woche ab 12.07.03  +ab 05.03.05
                  Übersetzen   Wahrnehmen   Wege  Wichtig   Wohl-fühlen (1)   Wohl-fühlen (2)  
                  Der Zauberbogen    Zit.50-I-Fugru(Erkenntnis u. Weisheit)    Zufrieden 

NEUE ADRESSE für LABYRINTH:
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