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Jesus

" .., denn sie wissen nicht, was sie tun! "

( bewusst - sein - jetzt )

 
Markante Textstellen:
Jeder macht es, ...
Unaufmerksamkeit
Gewohnheiten u. Automatismen
Nur eigener Vorteil
Minimales Leben

Verbesserungsmöglichkeiten
Eigen-Kompetenz und ...
Glauben im Alltag
Auto - oder weniger arbeiten?

 

Immer wieder treffen wir uns im Park, Harry und ich, weil wir dort mit einer gewissen Regelmäßigkeit mittags unsere Runden drehen. So auch heute wieder.

"Hallo! - Trinken wir einen?"

"Aber klar!"

Und schon lenken wir unsere Schritte auf das kleine Park-Café zu, das am Rande eines künstlich angelegten und heute bereits von vielen blühenden Büschen eingewachsenen kleinen Sees liegt. Wir holen uns jeder einen großen Topf Kaffee und setzen uns an einen runden Tisch mit orangefarbener Wachstischdecke, direkt am Ufer. Nach dem Austausch einiger, die Verbindung herstellender Sätze über dies und das, holt Harry tief Luft und sagt:

"Stell dir vor - unlängst war ich nach langer Pause wieder mal in der Kirche!"

"Und - was gibt es da so Einschneidendes, das dich heute noch beschäftigt?"

 

Da beginnt er zu erzählen:

"Der Pfarrer hat in seiner Predigt einen Satz zitiert, den Jesus wohl mehr gestöhnt, als gesprochen hat, als er - von seinen Feinden verletzt und gepeinigt - am Kreuz hing.

>Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!<

 

> .., denn sie wissen nicht was sie tun! <

Jeder macht es, ...

Man muss sich diesen Ausspruch mal auf der Zunge zergehen lassen! - Ein Mensch, gequält und den Tod vor Augen, sieht - sogar in dieser Extremsituation - nicht nur sich selbst, sondern sich selbst und auch die anderen. Es ist ihm bewusst, dass es jeder in jedem Augenblick so gut macht, wie er es gerade kann. Und die ihn peinigenden Mit-Menschen wissen es im Moment nicht besser. 
Selbst wenn sie Besseres schon mit dem Verstand erkannt haben, können sie es doch noch nicht leben und damit in die Tat umsetzen.

Jesus - ein Mensch, aus Fleisch und Blut - wie du und ich - sieht und erkennt also Zusammenhänge, deren sich seine Feinde noch nicht bewusst sind. Genau dieser Mangel an Bewußt-sein und damit Menschlichkeit, lässt sie so menschen-verachtend handeln.

Das lässt mich seitdem nicht mehr los! - Wie immer man Jesus sonst noch sehen mag, für mich ist er ein warmherziger Mensch, der ein gutes, vor allen Dingen menschliches und erfreuliches Miteinander für alle gesucht und nach Kräften gefördert hat - insofern ein Vorbild.

 

Unaufmerksamkeit

> .., denn sie wissen nicht, was sie tun! <

Plötzlich wurde mir einiges bewusst, was auch zu meinem Alltag gehört:

  • In einer heftigen Gegenreaktion greife ich meinen Partner an und verletze ihn (mit Worten oder auch mit den Händen) - obwohl ich ihm ja eigentlich gar nicht weh tun möchte. Im Gegenteil, ich möchte, dass wir gut miteinander reden und besser miteinander auskommen.
     
  • Ganz in Gedanken fahre ich mit dem Auto eine Strecke, die ich zwar gewohnt bin, aber heute nicht benützen will, weil ich andere Ziele habe. Ich weiß auch nicht mehr genau, wann grün und rot war. Irgendwann merke ich es dann und kehre wieder um. - Ich bin automatisch eine vertraute Stecke gefahren und habe nicht bemerkt, dass ich da etwas tue, was ich so eigentlich gar nicht tun will.
     
  • Wie oft bin ich spontan (das ist ja angeblich so etwas Positives) und merke dann erst hinterher, dass ich anderen - und damit natürlich auch mir selbst - Schmerzen bereitet habe.

Unzählige Beispiele fallen mir ein, wie oft ich nicht auf momentane Inhalte, besonders auch nicht auf die berühmten Kleinigkeiten des Augenblicks achte. Dann weiß ich natürlich auch nicht, was ich gerade tue und wie das dann für mich und andere ist."

 

"Da bist du nicht alleine!" - werfe ich ein. "Wahrscheinlich kennt das jeder - ich zumindest kenne das auch - und wie!

  • Manchmal steige ich morgens aus der Dusche und bin mir nicht mehr sicher, ob ich mich nun abgeseift habe oder nicht, weil ich mit meinen Gedanken längst ins Büro gefahren bin und dort zu arbeiten begonnen habe.
     
  • Oder ich schaufle das Essen in mich hinein, höre Radio, lese die Zeitung, ärgere mich über vergangene Vorkommnisse und überlege mir auch noch Lösungen für ein bevorstehendes Problem. Alles gleichzeitig! - Ich bin überall - nur nicht anwesend, nicht bei dem, was ich gerade tue! Ich sehe, rieche und schmecke kaum etwas.
     
  • Oder ich sitze auf dem Stuhl - und nach einer Weile merke ich, dass ich Beine, Schultern, Mund und Stirne unnötig angespannt habe. - Ich denke - und verspanne mich gleichzeitig - ganz automatisch.
     
  • Interessant ist, dass das auch anders herum funktioniert: Ich denke an Urlaub oder schöne Dinge und Erlebnisse - und schon fühle ich mich wohl und weit - merke, wie an allen Ecken und Enden die Spannungen nachlassen.

Na ja - ich bemühe mich schon immer wieder, aufmerksam zu sein! Aber - aber - ! Du kennst das ja!"

 

"Und ob! - Aber du bist da schon weit! - Du bemerkst und beachtest viel - und bemühst dich ständig um Verbesserungen.

Gewohnheiten und Automatismen

Als ich die Zusammenhänge und die Auswirkungen solchen Verhaltens noch nicht erkannt habe, habe ich meist gelacht, wenn ich Gewohnheiten und Automatismen bei mir bemerkte und mir dann auch noch gesagt: >Was bin ich doch für ein Kerl! - Was ich alles gleichzeitig kann! - Geht alles, wie geschmiert! - Ich krieg’ das schon in den Griff! - usw.<
Ich war auch stolz darauf, mich immer wieder und mit Nachdruck zu meinem Vorteil (ohne Rücksicht auf andere) durchzusetzen. - Oder ich machte es umgekehrt und zog für andere mein letztes Hemd aus, ohne auf mich und meine Bedürfnisse zu achten.

 

Nur eigener Vorteil

Ich habe nicht bedacht, dass ich mir selbst schade, wenn ich andere bekämpfe und versuche, sie zur Seite zu schieben oder hinter mir zu lassen. Oder rechthaberisch und besserwisserisch mich über sie zu stellen. Oder meine Grenzen weder zu zeigen, noch zu schützen - und allen anderen Wünschen nachzukommen, ohne Rücksicht darauf, wie ich mich dabei fühle. - Auch wenn es momentan gut ausgeht, der Langzeit-Wirkung entgeht keiner, weil: >Steter Tropfen höhlt den Stein!<

Ich habe auch nicht gewusst, dass es unmöglich ist, einen Teil des eigenen Lebens (z.B. im Geschäft, in der Schule usw.) automatisch und wie gewohnt abzuspulen und dann Zuhause wieder sensibel, konzentriert und achtsam zu sein. - Wenn ich in einem Bereich meines Lebens ‘so’ bin, dann bin ich es unweigerlich auch in den anderen Bereichen meines Lebens. Auch wenn ich es nicht merke - oder nicht wahr haben will.

Bevor mir diese Einsichten kamen, habe ich mich für freundlich und umgänglich, ja sogar entgegenkommend und liebevoll empfunden. Diese Fassade ist neuerdings gehörig ins Wanken gekommen!

 

> .., denn sie wissen nicht, was sie tun! <

Minimales Leben

Nach und nach habe ich erkannt, dass, je seltener ich mit meiner vollen Konzentration anwesend bin und mein Leben entsprechend den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Augenblicks gestalte, desto mehr spule ich es ab und funktionierte so, wie ich mir das irgendwann früher antrainiert habe.

Mein Verhalten ist dann nicht maßgeschneidert und bewusst auf die aktuelle Situation zugeschnitten, sondern es kommt automatisch oder auch einfach unbedacht aus früheren Erfahrungen und Angewohnheiten. Es kann dann niemals mein gerade bestmögliches Verhalten, sondern immer nur zweite, dritte oder gar vierte Wahl sein. Dem entsprechen dann natürlich auch die Ergebnisse und das damit einher gehende Lebens-Gefühl!

 

Verbesserungsmöglichkeiten

Da haben sich dann - wie von selbst - Fragen in den Vordergrund geschoben:

Wie kann ich lernen und üben:

  • immer öfters zu wissen, was ich gerade tue, jetzt also bewusster zu sein?
     
  • immer mehr und sorgfältiger zu bedenken, was ich gerade will, welche Wirkungen das für mich und andere haben wird und ob mich das meinen Zielen näher bringt?
     
  • klar zu entscheiden?
     
  • dann entsprechend zu handeln?
     
  • die Auswirkungen meines Verhaltens zu beobachten und für mich zu bewerten (Erfolgskontrolle)?

 

In erster Linie geht es wohl darum, bewusster das zu tun, was ich gerade tue - z.B. zu essen, wenn ich esse und zu schlafen, wenn ich schlafe. Außerdem Lebens-Zeit und Lebens-Energie bevorzugt für Inhalte zu verwenden, die das Wohl-fühlen fördern und tiefer empfundene Freude schenken. 
Dabei ständig um die jeweils bestmöglichen Lösungen zu ringen.

Dazu gehört auch achtsam für gute Verbindungen und das gerade bestmögliche Verhältnis zwischen beiden Polaritäten zu sorgen, z.B. bewegen und ruhen, reden und schweigen, alleine- und miteinander-sein, anspannen und loslassen - Außen und Innen, Ich und Du, Licht und Schatten. - Nicht, weil es so richtig ist - oder es sich so gehört, sondern: >Weil ich es so will, weil es mir so gut tut - und in dieser Form anderen nicht schadet!<

 

Eigen-Kompetenz und Eigen-Verantwortung

Dann lasse ich mich immer weniger von außen, von automatisierten Gewohnheiten und von dem steuern und missbrauchen, was man tut, was angeblich nur so richtig ist oder nicht anders geht - sei es, um Jesus oder die Juden zu verfolgen, Krieg zu führen, ohne Rücksicht auf den anderen den eigenen Vorteil durchzusetzen oder gedankenlos und ohne Rücksicht auf sich selbst inneren Zwängen, der Werbung oder einem Führer zu folgen.

 

Glauben im Alltag

So beginnen die Worte von Jesus in meinem Leben dadurch aufzublühen, dass ich mich zum eigenständigen Erweitern meines Denkens und Handelns anregen lasse.

Das ist übrigens auch neu, denn bisher habe ich Glaubenssätze und weise Worte nur nachgesagt und zitiert, bestenfalls noch geglaubt, ohne sie sorgfältig auf Brauchbarkeit für mich zu überprüfen, interessant erscheinende Teile zu probieren und, soweit sie sich bewähren, diese dann in mein Verhalten und damit meinen Alltag aufzunehmen und auch zu leben."

 

Auto - oder weniger arbeiten?

"Hm!" nicke ich nachdenklich. - "Da fällt mir ein Gespräch mit einer Freundin ein.

> .., denn sie wissen nicht was sie tun! <
Damals habe ich ein bisschen mitleidig und nachsichtig über sie gelächelt!"

"Erzähl’ schon - und mach' es nicht so spannend!" - wirft Harry ein.

"Sie hat mir von ihrem ‘Lebens-Zeit-Konto’ erzählt.

>Weißt du<, hat sie zu mir gesagt, >ich gehe in die Arbeit um ‘das’ Geld zu verdienen, das ich fürs Leben brauche. Meine Arbeit gefällt mir gut und ich mache sie auch gerne. Doch das, was ich dort an eigenen Fähigkeiten und Talenten einsetzen kann, ist natürlich nur ein Bruchteil dessen, was mich ausmacht.

Damit ich mehr und mehr auch alle anderen in mir angelegten Fähigkeiten, Talente, Neigungen und Anlagen entdecken, entwickeln und leben kann, die auch noch zu mir gehören, von denen ich zum Teil erst wenig, zum Teil noch gar nichts weiß, brauche ich neben meiner Arbeit reichlich Zeit, um das zu tun, was mir schon Freude macht und dann vor allen Dingen auch dafür, immer wieder Neues auszuprobieren, was mir ‘auch noch’ Freude machen könnte.

Freude macht es mir dann, wenn es mich anspricht, einen Teil von mir also zum Klingen bringt. Diese innere Resonanz spüre ich dann als Wohlgefühl oder Begeisterung oder Glücklichsein - und das ist auch der Wegweiser.

Spüre ich bei irgendwelchen Unternehmungen weniger oder keine Freude, dann ist das auch wertvoll! Dann weiß ich nämlich, dass das kein Thema ist, dem ich mich mit besonderer Intensität zuwenden will. Da zieht es mich dann eben nicht hin. Wichtig, auch das zu wissen! - Verstehst du mich?<

Ich nickte. Soweit war mir das schon klar. - Dann fuhr sie fort:

>Ich will also die Quellen meiner Lebens-Freude mehren, ausbauen und intensivieren. Zu was lebe ich sonst? - Je mehr ich mit Freude erfüllt bin, desto glücklicher fühle ich mich und desto mehr Freude habe ich auch, um sie an meine Mit-Menschen und meine Um-Welt zu verschenken. Denn Freude ist nur dann richtige Freude, wenn ich sie mit anderen teilen und auch weitergeben kann. Freude will fließen und sich ausbreiten!

Ich brauche also in meinem Alltag Zeit, sowohl für das Geld-verdienen, als auch für das Aus-den-Quellen-meiner-Freude-schöpfen und auch besonders dafür, neue Quellen zu finden, zu prüfen und, wenn geeignet, bereichernd in meinen Alltag hereinzuholen.<

Sie schaute mich erneut fragend an. Ich nickte, um ihr zu zeigen, dass ich nach wie vor dabei bin und ihr folgen kann. - Allerdings wusste ich immer noch nicht, worauf sie nun eigentlich hinaus wollte.

Da lächelte sie mich an und fragte: >Dir fehlt immer noch der Knüller?<

>Ja, du hast mich erkannt!<, antwortete ich lachend.

>Jetzt kommt er: Unlängst stand ich vor der Frage, ob ich mir ein Auto kaufen soll. Im Prinzip ist das ja eine feine Sache und oft ist es auch sehr nützlich. Da ist mir dann eingefallen, dass der Preis nicht nur das Geld, sondern meine Arbeit ist, die ich dann an anderer Stelle dafür leisten muss. Und meine Arbeit ist Lebens-Zeit, die ich dafür binde und dann eben für andere, genau so wichtige Teile meines Lebens nicht mehr zur Verfügung habe.

Ich fragte mich also: Was habe ich von einem Auto? - Ich könnte schneller zur Arbeit fahren. Auch Einkaufen, Urlaub und Fahrten zu Bekannten, ins Theater oder in die Berge wären sicherlich bequemer. Auch sonst hätte das bestimmt noch einige Vorteile.

Doch welchen Preis muss ich dafür zahlen? - Ich habe mir ausgerechnet, dass ich im Monat knapp zehn Tage meiner Lebens-Zeit für Arbeit - also Geldverdienen - hergeben müsste, um mir ein Auto zu halten. - Da habe ich mich dann gefragt, ob es mir ‘das’ wert ist! - Die Antwort war eindeutig: 'Nein!'

Einen riesigen Gewinn haben mir diese Auto-Überlegungen trotzdem gebracht!

Mir wurde nämlich klar: Ich hätte mir ein Auto leisten können. Da ich es mir nun nicht leistete, konnte ich es mir leisten, entsprechend weniger zu arbeiten.

Erkannt - getan! Heute arbeite ich statt an fünf Tagen in der Woche, nur noch an drei Tagen und pro Tag außerdem nur sechs Stunden. - Es geht mir nicht nur gleich gut, wie früher - sondern viel besser, weil ich viel mehr Zeit für mich und die Dinge habe, die mir auch wichtig sind. Jetzt fühle ich mich bedeutend wohler, glücklicher und zufriedener als vorher!

Besonders fällt mir auf, dass ich mehr Freude spüre - und ich lache wieder öfter und länger. Plötzlich habe ich auch ausreichend Zeit, mit meinem Partner zu reden. - Hach - für mich ist es einfach super, kein Auto gekauft zu haben!<, sagte sie - und strahlte mich dabei an. Dann fuhr sie fort: >Und das alles wollte ich mit dir teilen - und jetzt geht es mir gleich noch besser, als vorher!<

Ja - das war also das Gespräch mit dieser Freundin. - Richtig verstehen tue ich sie erst jetzt, nachdem mich dein >.., denn sie wissen nicht was sie tun!< angeregt hat, ihre Geschichte zu erzählt und damit innerlich das Ganze nochmals Schritt für Schritt nachzuvollziehen.

Sie hat sich selbst klar gemacht, was sie wollte. Dann hat sie sich eindeutig für das entschieden und das getan, was ihr wichtig war. - Sie wusste was sie tat! - Ich würde mir wünschen, auch immer so umsichtig und achtsam mit mir selbst und anderen umzugehen!"

 

Harry schaut mich nachdenklich an und nickt. 
Schweigend gehen wir noch eine Weile nebeneinander und dann mit einem freundschaftlichen "Ciao, bis zum nächsten Mal!" wieder auseinander. 

Auch auf dem Nachhauseweg beschäftigt mich weiter unser Gespräch und ich denke mir:  "Es ist schon etwas Wunderbares, so miteinander reden und voneinander erzählen zu können! Ich fühle mich jetzt nicht nur beschwingter, sondern auch innerlich reicher als vorher! Viele Gedanken und Überlegungen sind angestoßen worden - und manches davon werde ich auch ausprobieren!"
 

 

Thema der Woche ab 20.02.07 + Newsletter Nr.05:   "Jesus!" - Schon ist die Vermutung da, es gehe um ‘Glauben’. - Oder?
Apropos ‘Glauben’: Das heißt ja nichts anderes, als persönlich und im Kopf ‘für wahr halten’ (= persönlich wissen). Das hat aber nichts mit allgemein gültiger Wahrheit und auch nichts mit persönlichem Sein zu tun. - ‘Sein’ bedeutet durchgängig so denken, reden, handeln und fühlen - ohne ‘wenn’ und ‘aber’. Sein ist der ‘ganze’ Mensch. Wissen und für wahr halten ist nur ein Bruchteil, nämlich der Kopf. Aus dem heraus kann dann auch Fanatismus für die eigene Überzeugung wachsen. - Schädlich - für alle. - "Jesus" löst also wohl die Verknüpfung zum Glauben und zur einschlägigen Überlieferung aus, die in der Bibel festgehalten ist.
Doch interessanterweise geht es in diesem Text gar nicht so sehr um Glauben, als vielmehr um Achtsamkeit für jeden Augenblick (Eigen-Wahrnehmung und Wahrnehmung des Gegenübers und der Situation). Also um das Wach- und Anwesend-sein.
Ein bisschen achtsam ist sicherlich jeder von uns, zumindest hin und wieder. - Und ich kenne niemanden, bei dem die Achtsamkeit nicht weiter entwickelt werden dürfte, um das eigene Leben noch besser und noch dichter entfalten zu lernen. - Doch das geht nur mit täglichem, ja ständigem Üben. - Ein guter Weg ist z.B. Meditation. Für mich hat sich da ‘Meditatives Gehen’ nicht nur als Übungsform bewährt (täglich 1 Stunde schweigend, Aufmerksamkeit bei den Füßen und vor allem dem Bewegungsfluss im Gleichgewicht, mindestens aber 1/2 Stunde), sondern es ist buchstäblich als fester Bestandteil in mein Leben eingewandert, wann und wo ich gehe bzw. mich bewege. Wohl gemerkt: Ich bemühe mich! Und es gelingt mir mal besser und mal auch weniger gut. - Doch das Ziel "Ich mache jede Bewegung zu einem Geschenk für meinen Körper!" ist immer dabei. - So wächst und entwickelt sich die Achtsamkeit - und damit das Wahrnehmungsvermögen - und damit die Fähigkeit, in jedem Augenblick mehr und mehr mit Leib und Seele anwesend zu sein. - In dem Maß, wie das immer mehr gelingt, beginnt das ‘Aufwachen’ und damit das Wachsen der Fähigkeit, das eigene Leben immer mehr selbst zu gestalten und in der eigenen Art beglückend zu leben - alleine und zusammen mit anderen.

Thema der Woche am 10.06.12        "Jesus!" - Schon ist die Vermutung da, es gehe um ‘Glauben’. - Oder?
Doch interessanterweise geht es in diesem Text gar nicht so sehr um Glauben, als vielmehr um Achtsamkeit für jeden Augenblick (Eigen-Wahrnehmung und Wahrnehmung des Gegenübers und der Situation). Also um das Wach- und Anwesend-sein.

siehe auch:   Arbeit1     Gott     Paradies 

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