Sorgen für mehr Freude-spüren, Bewußt-sein, Lebendigkeit und Intensität !
Beziehung, Partnerschaft, Ehe, Familie, Schule und Erziehung, Gesundheit, Krankheit, Schmerzen und Krisen, Arbeit und Freizeit, Spiritualität, Sinn, Suche und Wege -  Hier: gegeneinander

Zurück ] Home ] Weiter ]  

[ Inhalte ]   [ Med.Gehen  ]   [ Med.Laufen ]    [ Autor  ]   [ Infos / Links ]

 

   

Gegeneinander

schadet und zerstört immer !

- Opposition -

 

Heinz war diesmal als letzter zu unserer Gesprächsrunde gekommen. Mit einem zufriedenen Schmunzeln legte er ein klein zusammengefaltetes Zeitungsblatt vor sich auf den Tisch und schaute dann in die Runde. Sein ganzes Verhalten war darauf angelegt, Neugierde zu wecken. Ohne es direkt auszusprechen, sagte er uns: "Ich habe was, was ihr nicht habt! - Ha!"

Renate fragte ihn: "Was tust du denn so geheimnisvoll? Hast du für uns was mitgebracht?"

Heinz schaute fragend in die Runde: "Darf ich gleich anfangen? Dann erzähle ich es euch!"

Allgemeines Nicken und auffordernde Rufe: "Na los doch!" - "Mach’ es nicht so spannend!"

"Also -", legte Heinz los, "ich habe mich riesig gefreut. Ich habe nämlich heute von der Zeitung ein Belegexemplar und die Mitteilung bekommen, dass mein Leserbrief abgedruckt worden ist."

"Und - worum ging’s da?", fragte Renate dazwischen.

"Ihr wisst ja, in den letzten Wochen wurde immer wieder von einer Gesetzesreform berichtet und darauf hingewiesen, dass die Regierung diese im Konsens mit allen im Bundestag vertretenen Parteien verabschieden wolle.
Da hat sich doch lauthals und publikumswirksam sofort unser Ministerpräsident und Chef einer der Oppositionsparteien gemeldet und verkündet, seine Partei werde dieses Vorhaben nicht unterstützen. Die Regierung solle doch ihren Stiefel alleine machen.
Das hat mich so geärgert, dass ich folgenden Leserbrief geschrieben habe:"

Gewichtig raschelnd faltete Heinz das Zeitungsblatt auseinander und begann zu lesen.
 

"Miteinander geht es besser

Opposition kann auch ausgelegt werden als ‘Gegenüber’, als die andere Seite der Meinung oder auch der Situation, als die Polarität links und recht, Tag und Nacht, Ich und Du. Dabei ist eine Seite so wichtig und wertvoll, wie die andere, und entscheidend ist ein gutes Zusammenspiel beider Seiten für das eigene Wohl und für das Wohl des Ganzen.

Aber im Allgemeinen wird Opposition - vor allem im politisch- gesellschaftlich Bereich - verstanden und praktiziert, als ‘Gegner der anderen Seite’. Das Dagegen-sein, es anders besser behaupten, Recht-bekommen-wollen, den anderen schlecht machen, Macht über den anderen erlangen und Sieger sein wollen (und damit den anderen zum Verlierer machen) wird jetzt als gut und wertvoll behauptet. - Doch es ist nichts anderes, als Krieg im Kleinen. Und Krieg zerstört immer.

In der Wirkung ist das, wie wenn ein Teil des Immunsystems gegen den anderen Teil Front machte. Indem sich beide Teile bekämpfen, schwächen sie ihre Möglichkeiten und damit den Menschen insgesamt.

Opposition als Gegnerschaft ist also immer von Nachteil und letztlich zum Schaden jedes einzelnen und des Ganzen.

Ziel muss es sein, die vorhandenen Energien, Ideen und Kräfte zum eigenen Wohl und zum Wohl des Ganzen zusammenzuführen und damit zu verbinden, so dass es für alle Beteiligten stimmt, alle damit also gewinnen: die eine Seite, die andere Seite, die Inhalte und die Situation.

Opposition sollte also immer 
der Verbündete auf der anderen Seite sein.

So wird mit der vorhandenen Gesamt-Energie und kreativen Kraft bestmöglich (ökologisch) umgegangen. Denn alle Teilkräfte gehören dazu, sind wichtig und gleichzeitig auch Diener des Ganzen.

Politische Parteien vertreten verschiedene Teile des Meinungs-Spektrums. Doch sie sollten nie vergessen, dass es letztlich immer um das Wohl des gesamten Volkes geht. Ihre Aufgabe ist es, zusammen zu wirken - und nicht, sich gegenseitig zu bekämpfen."
 

Allgemeiner Beifall.

Renate fuchtelte ganz begeistert mit den Armen und rief Heinz zu: "Ich finde es prima, dass du so klar deine Meinung gesagt hast. Der Vergleich mit dem Immunsystem gefällt mir. Besonders schön finde ich es, dass du niemanden angegriffen oder beschuldigt hast.
Ich sehe es auch so! - Dieses ‘Gegeneinander’ hat sich ja wie selbstverständlich in unseren Alltag eingeschlichen - und wir lassen es zu und machen sogar mit. Meistens wohl, ohne es überhaupt zu merken."

"Genau," ergänzte Klaus, "es fängt doch schon bei den Kindern an - auf dem Spielplatz, in der Familie und in der Schule - und setzt sich später entsprechend fort, in der Partnerschaft, der Arbeit und im Verkehr: Forderungen und Erwartungen - und Ellenbogen und Gewalt, um sich durchzusetzen."

"Freie Fahrt für freie Bürger!", ergänzte Ilse kopfnickend.

"Dieses Bekämpfen und Dagegen-sein," warf ich ein, "hat interessanterweise dort eine besondere Heimat, wo von Liebe, Güte und Miteinander am eindringlichsten gepredigt wird, nämlich in den Kirchen und Religionen. Nicht nur früher, sondern auch heute noch. Da schaut einer den anderen schief an oder fällt sogar über ihn her, weil er einen anderen Glauben oder eine andere Weltanschauung hat."

"Oder weil er ein Ausländer ist!", mischte sich Heinz nun wieder ein.

 "Aber es ist nun mal so, wie es gerade ist! Ich denke, es kann nicht damit getan sein, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Die einen sind gegen Ausländer und die anderen gegen Ausländerfeindlichkeit, die einen gegen den Partner, weil er nicht so funktioniert, wie erwartet und die anderen gegen Gewalt in der Ehe - usw. usw.
Ich meine, dass es darauf ankommt, dazu zu lernen, den tagtäglichen Alltag selbst freundlicher, fröhlicher und menschlicher zu leben und dafür dann auch einzutreten, ohne damit andere zu bedrängen oder gar zu bevormunden."

"Tätiger - und damit unruhiger Frieden!", murmelte Ilse vor sich hin.
 

Darüber haben wird dann noch lange gesprochen.

 


 

Thema der Woche ab   10.07.08   (05.04,03)    Da ist die Regierung und ./. die Opposition. Die einen bekämpfen die anderen. Wertvolle Kräfte der Gesellschaft werden so neutralisiert. Darf das so sein? Soll das so sein? - Oder sind 'alle' Vertreter des Volkes aufgerufen und verpflichtet -  konstruktiv 'im Sinne des Ganzen' zusammen zu arbeiten? - Wie im Großen, so (leider) auch im Kleinen (Partnerschaft). Oder ist der Weg anders herum, wie im Kleinen, so im Großen?

siehe auch:  Begegnen   Newsletter Nr.32   

                   MOSAIK / Krieg(Grenzen)      MOSAIK / Krieg(Sichtweisen)     MOSAIK / Schmerzen4 (Was hilft?) 

 

Texte unter "G" G-Fundgrube Geburt u. Tod Gedanken Gefühle
Gegeneinander Gegenwart geht schon gemeinsam Geschichten
Gewaltfreie Kommunikation Gewinn Gewohnheiten Glauben
gleichzeitig Glück Gott Grenzen Grund-Bedürfn.
gut und schlecht      

 

verstreute "G"-Texte Gebet -> Zit.6 Gebote -> J-Fugr. Gefallen -> Q-Fugr.
Gehen -> Med.Geh.  Geschenk > Gemeinsam  Gespräche -> Zwiege.  Gesundheit -> V-Fugr. 
gewöhnlich   Die -sten Dinge -> Zit.41    Gier -> Zit.17  Gleichgew. -> P-Fugr. 
 

  Stand:   siehe Home              [ Inhalte ]         Zurück ] Home ] Weiter ]

 
|----->
  Zu den Fundgruben (= jeweils erste Seite unter den Buchstaben)

Start     AA     BB     CC     DD     EE     FF     GG     HH     III     JJ     KK     LL     MM     NN     OO
PP     QQ     RR     SS     TT      UU     VV     WW     X/Y     ZZ 


|----->  Zu den  Stichwortverzeichnissen

AA   BB   CC   DD   EE   FF   GG   HH   I-J   KK   LL   MM   N-O   P-Q   RR  
  SS   TT   UU   VV   WW   X-Z  
  

© Copyright:  Gerhard Salger 
Email:  g_salger[ät]alltagalschance.de    Internet:  http://www.abcgs.de/ 
(So kann die Email-Adresse im Internet nicht mehr automatisch ausgelesen werden.)

Besucher:
 
Counter