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Elefetterling

Traum - oder Wirklichkeit - oder beides?

 

Es war einmal ein Elefant.
Kraftvoll und friedlich lebte er im Urwald - mit seiner Herde zusammen - inmitten von Vögeln, Affen, Löwen, Tigern und all den anderen Tiere. Von allen respektiert und geachtet.

Wohl wurde der Elefant von anderen Tieren, die beweglich und schnell genug waren, immer wieder mal geneckt, gekitzelt oder auch mal angerempelt - doch, wenn er mit seinem langen Rüssel zu schlingern und zu trompeten anfing, stoben sie davon. Denn ernsthaft wollte sich mit ihm keiner anlegen. Warum auch?
Er tat ja niemandem etwas zuleide. Und außerdem, wo er gebraucht wurde, wo es für andere Tiere mal besonders schwierig war, auch da half der Elefant gerne, räumte Baumstämme zur Seite oder stampfte einen Weg frei - oder - oder -. Meistens war er also auch bereit, anderen eine Gefälligkeit zu erweisen.

Und so war alles ganz schön - und der Elefant war damit auch ziemlich zufrieden. - Aber so ganz doch auch wieder nicht. - Denn in seinem Herzen spürte er eine Sehnsucht.

"Farben - Formen - und Leichtigkeit - auch fliegen und mich in der Luft vom Wind schaukeln lassen - von einem Ort zum anderen schweben - einem frechen Affen nachfliegen und ihn an den Ohren ziehen können - - - . Ach, welch ein Spaß, welch eine Freude, welch eine Lust wäre das! - So sein, wie ich jetzt bin - und das ist ja wirklich schon beachtlich - und das andere noch dazu: Bunte, zarte Leichtigkeit und Fliegen-können!", das träumte der Elefant.

Zunächst war es nur eine Idee, die ihm ab und zu durch den Kopf ging und dann wieder verschwand. Dann dachte er öfters daran - und malte sich die neuen und vielfältigen, zusätzlichen Möglichkeiten aus. Und schließlich wurde dieser Traum nach und nach zum täglichen Begleiter des Elefanten.

Immer öfters bewegten ihn deshalb die Gedanken, was er tun könne, um diesen Traum nun auch zu leben, ihn zu verwirklichen.

Als er den anderen Elefanten davon erzählte, lachten die ihn aus - und bezeichneten ihn als Spinner. - Nicht alle! - Einige nickten auch verständnisvoll mit dem Kopf. - Und ein paar wenige alte und weise Elefanten gab es, die streichelten ihm aufmunternd mit ihren Rüsseln über den Rücken und sagten: "Suche deinen Weg! - Alles ist möglich, was dein Herz dir sagt!"

So begann der Elefant immer wieder Neues zu probieren, was üblicherweise nicht zu einem alltäglichen Elefantenleben gehört, und kam so auch auf die Experimente mit der ‘Nacht’. "Das ist wieder mal etwas anderes als bisher!", sagte er sich und legte sich abends nicht mehr, wie die anderen Elefanten, in der Herde zum Schlafen nieder, sondern wanderte mit Einbruch der Dunkelheit zu einer freien Lichtung in der Nähe und suchte sich dort ein stilles Plätzchen zum Verweilen.

Er wählte es mit großer Sorgfalt und schaute sich dann um. - Er begann mit dem Mond zu sprechen - mit den Sternen - mit dem Wind, den er nun ganz anders, als untertags auf der Haut spürte - mit den Bäumen, die jetzt plötzlich zu Freunden und Verbündeten wurden - - .

Er wusste nicht wie es geschah, doch im Laufe der Zeit veränderte sich etwas in ihm. - Er spürte, dass ihm durch diese neuen Kontakte zu all dem, was um ihn war, besonders zu den Bäumen, innerlich neue und zusätzliche Kräfte zuströmten. Er fühlte sich fröhlicher und noch zuversichtlicher - und er beobachtete, dass er in seiner Vorstellung schon fliegen konnte! - Innerlich hatte er schon farbenfrohe, zarte, große Flügel, die ihm eine große Leichtigkeit und Beweglichkeit verliehen.

So ging das eine ganze Zeit.
Obwohl sich äußerlich scheinbar nichts verändert hatte, hatte sich doch vieles verändert. Der Elefant war zu einem ‘besonderen’ Mitglied der Herde geworden. Er hatte große Beweglichkeit, Schnelligkeit und Einfallsreichtum entwickelt und war - wie von selbst - immer mehr umgeben von den Jüngeren, die sich gerne von ihm anregen, anleiten und herausfordern ließen.
Das Leben des Elefanten war schöner und dichter geworden.
Doch den Traum, die Leichtigkeit des Fliegens auch in der Wirklichkeit - sich im Wind über dem Urwald schaukeln zu lassen - und was sich dann noch für viele neue Quellen zusätzlicher Freude auftun würden, diesen Traum träumte der Elefant auch weiterhin jeden Tag, eigentlich ständig.

Und so kam es, dass er eines Nachts wieder auf seiner Lichtung saß.
Es war die besondere ' Nacht der Guten Geister’. Die Nacht, in der sich Elfen und Kobolde, Wasser-, Feuer-, Luft- und Erd-Geister, die persönlichen Schutz-Geister der einzelnen Tiere, auch Baum-Geister und noch viele andere Wesen trafen und zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens das Fest der Einweihung feierten.

Da wurden Geister und Geistwesen, die im letzten Jahr besonders einfühlsam gewirkt hatten, gebeten, ein paar eigene Erlebnisse zu erzählen. Für alle anderen war das dann wie eine Märchenstunde. Sie durften sich in die jeweils anderen Erlebniswelten entführen lassen und bekamen gleichzeitig auch viele Geschenke von den Erzählenden, nämlich Verzaubert-werden, viele neue Möglichkeiten und viele zusätzliche Ideen und Anregungen. - Es war festlich und spannend.

Ja - und dann wurde natürlich auch geschmaust - und Musik gemacht - und getanzt - und gelacht - und getobt - und vor Freude und Lust geschrieen und gejauchzt. - Ganz klar, es war ja auch ein Freuden-Fest.

Außerdem hatte die Geisterversammlung in dieser 'besonderen Stunde' auch die Möglichkeit, ausgewählten Tieren ‘zusätzliche Fähigkeiten’ zu schenken. Fähigkeiten, die das Leben dieser Tiere reicher, bunter und intensiver machen konnten, für diese Tiere selbst, auch für andere, die mit ihnen in Berührung kamen und für ihre Um-Welt.

Der Elefant saß also wieder, wie schon so oft in der Vergangenheit, auf seiner Lichtung, sah den Mond und die Sterne, die Schatten der Bäume und Büsche, hörte die vereinzelten Geräusche der Nacht und sah und spürte sich gleichzeitig auf seinen inneren, bunten, zarten Flügeln über dem Ganzen segeln - und herunterschauend genießen - die Leichtigkeit - die Weite des Überblicks - die Wonne - das Jauchzen des Herzens.

"Wirklichkeit oder Traum - Traum oder Wirklichkeit - oder beides?", fragte sich der Elefant. Doch war es wichtig, das jetzt genau zu wissen? "Nein! - Es war einfach schön, das alles so beglückend zu spüren!"

Und in diesem Augenblick passierte es - die ‘besondere Stunde’ war angebrochen -, dass der Elefant plötzlich Musik hörte, Stimmen, ihm der Geruch von Essen in die Nase stieg. - Es war der gleiche Ort, alles war gleich und wie bisher, und doch war alles auch plötzlich ganz anders, neu und unbekannt - - - . Wie verzaubert.

Plötzlich fand der Elefant sich inmitten eines bunten, lebendigen Treibens, umgeben von Kobolden, Elfen und Geistern, die in dieser besonderen ‘Nacht der Guten Geister’ auf seiner Lichtung ihr Treffen abhielten.
Und es wurde dem Elefanten zuteil, mit dabei zu sein.
"Oh Staunen, Entzücken, Nicht-fassen-können!", flüsterte er. Er lehnte an seinem Baum, ein bisschen zusammengesunken, der Rüssel hing herunter, der Mund war aufgeklappt, die Ohren hingen schlapp und die groß aufgerissenen Augen ließen all das Getümmel um ihn herum hineinströmen in das Innere und es dort explodieren zu Entzücken. Er konnte gar nicht fertig werden mit Staunen und Schauen.

Da begannen die versammelten Kobolde, Elfen und Geister allmählich um ihn herum einen Kreis zu bilden. Und er wurde zu einem Teil dieses Kreises.
Wonneschauer durchprickelten den Körper des Elefanten. - "Was ist jetzt?"

Da trat aus dem Kreis ein Waldschrat.
Ganz still war es geworden - hell und silbern strahlte der Mond auf die Lichtung. - Und der Waldschrat begann den Elefanten anzusprechen:

"Die Sehnsucht durchglüht dein Leben! 
Unbeirrbarer Glaube und innere Zuversicht bewegen dich - und gleichzeitig macht Zufriedenheit mit dem, was ist, dein Leben fruchtbar! Du erlebst und spürst deine Freude! - Du bist gleichzeitig auch für die anderen deiner Art - und auch die übrigen Lebewesen - ein Freudebringer und Freudeanreger!

Wir haben deshalb beschlossen, dich in unseren Kreis aufzunehmen!

Wann immer du es möchtest oder brauchst, kannst du mit deinen Gedanken mit jedem von uns Verbindung aufnehmen, um Freude zu teilen, um Intuition oder Hilfe zu erbitten, was auch immer!
Die Antworten werden aus deinem Inneren aufsteigen - und du wirst es spüren, dass der Kontakt da ist, dass wir da sind, auch wenn du uns dann nicht mehr sehen wirst!

Wir wollen dich begleiten und Anteil nehmen am Schwingen deines Herzens, an deinem Lachen, deinem Tanzen, deinem lebendigen Leben! Wir wollen dich anleiten und fördern, all das, was in dir angelegt ist, zu entfalten und zu leben und in die Welt zu bringen! - Wir wollen dir auch helfen und dich unterstützen, deine Ziele, deine Herzens-Anliegen und deine Visionen zu verwirklichen! - Und wir wollen dich auch unterstützen und anleiten, dich wieder aufzurichten, wann immer du den Halt verloren hast, wann immer es Not tut!
Wenn du es möchtest! - Wenn du mit deinen Gedanken den Kontakt herstellst! - Wenn du Vertrauen hast!

Und als unser Begrüßungsgeschenk nimm dieses:

Du bist - was du träumst - jetzt !
Willkommen - in unserer Runde - Elefetterling!"
 

Vor Freude und Glücklich-fühlen und Nicht-wissen-was-eigentlich-passiert liefen dem Elefanten dicke Tränen über die schrundigen Wangen - und, er konnte gar nicht anders, wie von selbst hob sich sein Rüssel und er jauchzte und trompetete es hinaus, sein Lied von
"Ich fühle mich so unendlich wohl - hell, warm, weit, klar und leicht! - Ich bin so glücklich!"

Und er sang und jauchzte - und jauchzte und sang - zur Verwunderung der anderen Tiere des Urwalds, die aus ihrer Nachtruhe aufschreckten.
Und als er so sein Herz erleichtert hatte, den Rüssel wieder sinken ließ, die Augen wieder aufmachte, den Boden wieder unter sich spürte, auch den Baumstamm in seinem Rücken, da saß er auf seiner Lichtung und der Mond blinzelte ihm zu.

"Wo waren die Kobolde und Geister, wo der Waldschrat?", fragte er sich in Gedanken.
Ein freudiger Schauer durchrieselte seinen Körper, von der Rüsselspitze bis zur Schwanzspitze.
"Danke!", sagte er nun laut, "fast hätte ich es vergessen, dass ihr ja ständig da seid - mit mir und auch für mich! - Ich spüre es! - Und Antworten steigen in mir auf, wenn ich mit euch sprechen, euch Fragen stellen, oder eine Bitte an euch richten will!"

Er schlenkerte leicht mit dem Kopf. Dabei schwenkten seine großen Ohren sanft nach außen und wieder zurück. In Gedanken sprach er dann weiter: "Ich spüre die Leichtigkeit in meinem doch so großen und eigentlich schweren Körper, ich spüre die Leichtigkeit! - Eine wunderbare Leichtigkeit!"
Während er so sprach, begann er aufzustehen und sich zu räkeln. Innerlich schaute er sich dabei zu und sah, dass er "Irgendwie größer und leichter!" wurde. - "Diese ungemeine Leichtigkeit?" Er schwebte über dem Boden.
Und erst jetzt bemerkte er, dass sich seine bunten, großen, zarten Flügel entfaltet hatten - und ihn trugen. - Er schaukelte leicht im Wind.

"Traum - oder Wirklichkeit, Wirklichkeit - oder Traum?"
Er zwickte sich in die Ohren - es tat weh. Er war also wach!? Er nahm seine Zunge zwischen die Zähne - und biss darauf. - "Auuuhh! - Ist ja wirklich blöd, sich auf die eigene Zunge zu beißen! - Ich bin wach - und ich schwebe - und ich bin ein Elefant - mit wunderbaren Schmetterlingsflügeln! - Juhuuuuuuuauhhhauhhhauhhh - - - - - - - !" Und sein Freude-jauchzen und Freude-trompeten klang über den Urwald.

Vorsichtig landete der Elefant, der nun dem ihm neu geschenkten Namen Elefetterling alle Ehre machte, wieder auf der Erde und trottete, erschöpft von so viel Glücklich-fühlen, zu seiner Herde zurück, wo er sich niederlegte, sich an die anderen ankuschelte und in einen langen, traumlosen Schlaf verfiel.
Erst am Mittag dieses neuen Tages wurde er von herumtollenden jungen Elefanten geweckt. 

Er stand auf, räkelte sich, streckte sich - und schwebte.
"Ahhhhhhhh!", riefen die Elefanten, die das zufällig beobachtet hatten. Und alle liefen zusammen - und wunderten sich. Bald auch die anderen Tiere der Umgebung, denn so etwas spricht sich schnell herum.

Und er musste seine Erlebnisse immer wieder erzählen.
Zwischendurch schüttelte er aber auch immer wieder mal den Kopf und murmelte: "Traum oder Wirklichkeit? - Egal! - Für mich ist es MEINE WIRKLICHKEIT! - Und ich kann jetzt auch fliegen - mit diesen wunderbaren, farbigen, großen, zarten Flügeln! - Welche Freude!

Wenn wir jetzt eine schnelle Botschaft für eine weit entfernte, befreundete Herde haben, dann kann ich hinfliegen und sie überbringen - und wir müssen dazu nicht mehr tage- und wochenlange Märsche machen. - Jetzt gibt es so viele neue und zusätzliche Möglichkeiten für mich - und auch für uns alle!

Und - vor allen Dingen - jetzt kann ich den Affen nachfliegen - und sie an den Ohren ziehen, wenn sie frech waren. - Das wird erst eine Freude!" - Bei dieser Vorstellung brach er in fröhliches, übermütiges Lachen aus - und seine Augen funkelten.

Ja - und das war erst neulich - oder vielleicht war es auch vorgestern oder gestern - oder gerade vorhin - oder vielleicht passiert es auch gerade jetzt. - Ganz wirklich!

 

Thema der Woche ab 16.11.06    Wie oft sagen wir bereits am Anfang eines Gedankens, einer Vorstellung, eines Wunsches, eines Bedürfnisses "Das geht sowieso nicht!" - und wenden uns, vielleicht mit Bedauern, wieder ab? Anderem zu, das machbar erscheint - leichter? - Elefetterling, eine scheinbare Unmöglichkeit, zeigt uns, dass es auch anders geht, dass eigene Visionen wichtig sind - und dass sie sich, manchmal auf wundersame und wunderbare Weise verwirklichen. Sicherlich oft ganz anders, als ursprünglich geglaubt, aber die im Herzen brennende Vision weist den Weg zu Neuem, das eigene Leben erweiternde und bereichernde. Zu mehr Intensität und mehr spürbarer Freude! 

siehe auch:   Newsletter Nr.17   

                    MOSAIK / Zauberer 

 

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