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Die Feinheiten beeinflussen die Wirkungen!

 

Unlängst las ich in einem Begleitheftchen zu einer Kommunikationsveranstaltung folgenden Text:

"Besser-miteinander-auskommen wird dadurch gefördert, dass beim Miteinander-reden auch die voraussichtlich eintretenden Wirkungen bedacht werden.
Es wirkt freundlicher eingeladen, statt aufgefordert zu werden.
Das ist für alle angenehmer und damit menschlicher.
Doch auch eine Einladung hat ihre Feinheiten und begünstigt unterschiedliche Wirkungen.

Beispiele:

Ginge das, dass du nächste Woche zu mir kommst ?
Kannst du morgen zusätzliche Aufgaben übernehmen ?
Bitte würdest du mir das machen ?
Kannst du .. ?
Willst du .. ?
Hast du Lust ... ? - usw.

Das sind Fragen an das Du, ohne die eigenen Anliegen und Motive eindeutig zu erklären, also was genau und aus welchem Grund ich gerade etwas möchte oder bräuchte.

Für das Du, also den Angesprochenen, ist es schwieriger, darauf eine treffende und gute Antwort zu finden, weil er bis zu diesem Augenblick dazu ja noch keine Überlegungen angestellt hat. - Sicherlich mahnt der Volksmund: "Vor einer einfachen Antwort 3 x tief durchatmen, vor einer schwer-wiegenden Antwort mindestens 1 Nacht darüber schlafen!" - Aber wer denkt im entscheidenden Augenblick daran? Und wer macht es dann erst? - Eine un-überlegte und weniger ausgewogene Antwort ist sicherlich häufig die Folge.

Die Möglichkeit, dass meine ICH-Bedürfnisse - und nur darum geht es ja im Kern - wirklich verstanden und erfreulich für beide befriedigt werden, ist schon da, aber die Wahrscheinlichkeit einer wirklichen guten Lösung ist auf diesem Weg mittel bis mäßig.

Besser ist es so:

Ich wünsche mir von dir ... , weil ... !
Sei doch bitte so gut und erledige mir ... , weil ... !
Es würde mir helfen, wenn du ... !
Ich bitte dich ... , weil ... !
Es wäre mir eine große Freude, wenn du ... !
Ich lade dich ein .... ! - usw.

Das sind Mitteilungen an das Du - und zwar von mir über mich. Bitten, Wünsche, Bedürfnisse, Angebote usw. - und sie enthalten, das ist das Wichtige, verständliche Hintergrundinformationen und eigene Motive. Ich sage dir das Meine als Denk- und Handlungsgrundlage und bin nun offen für das Deine, also: JA! - NEIN! - oder ANDERS!

Für den Angesprochenen, ist es jetzt viel leichter, eine auch für ihn gute Antwort zu finden. Meine Motive, vielleicht auch die Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Inhalte, sind nun schon klar.
Er braucht nun innerlich nur noch zu prüfen, ob ihm das auch gut tut und im Augenblick Besseres oder Vorrangiges zu berücksichtigen ist. - Schon kann er sich äußern.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Angesprochene mit meinen ICH-Vorschlägen mitgeht oder dass es mit einigen Änderungen letztlich zu einer für beide guten Lösung kommt, ist hoch.
 

Auch der Inhalt dieser Informationsschrift ist eine Einladung!

Eine Einladung an DICH, zu überdenken, wie DU es im allgemeinen machst und wie erfolgreich DU damit im Regelfall bist. Auch zu überprüfen, ob DU DEINE Möglichkeiten erweitern und die Wirkungen verbessern magst.

Hab' viel Spaß und viele interessante, neue Erfahrungen!"

 

Das habe ich nicht nur gelesen, sondern mir dann auch vorgenommen:

Einladen?
Wenn es zum Inhalt hat, "..., weil mir das gut tut - ..., weil mir das meine Arbeit erleichtern würde usw." - dann bedeutet das also:

"Ich wünsche mir etwas für mich - von dir !"

Nur von dieser Variante soll im weiteren die Rede sein.

Ich möchte also, dass mich ein anderer besucht, weil ich mit ihm gerne zusammen bin. - Oder auch, dass er mit mir zusammen etwas unternimmt, was zu zweit für mich angenehmer ist.
Vielleicht kann ich es auch alleine machen, vielleicht geht das aber nur zu zweit, vielleicht bin ich dabei auch angewiesen auf die Bereitschaft und das Mittun des Partners oder des Du.
 

Ich überprüfte daraufhin in meiner Vorstellung, den Eindruck, den das auf mich wohl machen würde (Gefühl und Gedanken dazu), wenn mich ein anderer anspricht und sagt:

Möchtest du zu mir kommen?
Hast du Lust mal zu mir zu kommen?
Magst du bei mir frühstücken?

Wie würde ich reagieren ?
 

Zum Vergleich stellte ich mir nun auch noch Ich-Botschaften des anderen (über sich selbst ) mit ähnlichen Zielen, aber eben freundlich ausgesprochenen Angeboten bzw. Einladungen vor:

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich besuchen kämst!
Ich
würde mich sehr gerne wieder mal mit dir zusammen setzen! Du weißt ja, ich unterhalte mich gerne mit dir und schätze auch deine Meinungen sehr.
Ich
lade dich ein, jetzt bei mir zu frühstücken!
Ich
bitte dich um deine Mithilfe, weil ... !

Wie würde ich - so angesprochen - mich wohl fühlen - und, vor allen Dingen, wie würde ich da wohl reagieren - im Gegensatz zu vorher?
 

Die gewonnenen Eindrücke sind für mich sehr interessant.
Sie regen mich an, immer öfter und sorgfältiger Ausdrucksmöglichkeiten zu finden (Worte, Gestik, Lächeln, gutes Klima usw.), die jetzt gerade am ehesten zu den gewünschten Wirkungen beitragen. Wie viel Mühe, Sorgfalt und Zeit ich darauf verwende, hängt davon ab, wie wichtig mir das ist, um das ich bitte oder werbe bzw. für das ich mich gerade einsetze.

Ich überlege also, was ich gerade für mich möchte - und ziehe dann meinem innerlich geklärten "Ich will!" hübsche Kleider in fröhlichen Farben und Formen an, gebe ihm auch ein Lächeln, einen freundlichen Klang und gute Gedanken für das Du mit. 
Das bedeutet: Ich suche nach geeigneten verbindlichen Worten und Möglichkeiten, mit denen ich nach Außen und auf das Du zugehe. Sie sollen nicht nur zu einer guten Verbindung beitragen, sondern auch locken, neugierig machen und es dem Du erleichtern, meine Anliegen aufzunehmen und sich darauf einzulassen. So dass wir ins Gespräch kommen und uns schließlich auf Lösungen einigen können, die für beide gut sind.

Damit es dann unter dem Strich möglichst nicht nur einen Gewinner und einen Verlierer - oder gar zwei Verlierer (Verletzte / Gekränkte usw.) gibt, sondern zwei Gewinner! - Zwei, die was davon haben!

 

 

 siehe auch:   MOSAIK / Einladen     MOSAIK / Gespräch(3) 

  

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Elefetterling Energie Entscheiden Erleuchtung Ermutigung
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verstreute "E"-Texte Ehrlichkeit -> Zit.35 Eindrücke -> T-Fugr. Einlassen -> Zit.34
Einseitig -> J-Fugr. Enttäuschu.-> Q-Fugr. Entwickeln -> L-Fugr. Erfahrungen1 -> E-Fugr.
Erfahrungen2 -> Z-Fugr. Erfolg -> Enttäuschung Erinnern -> Zit.23 Erkenntnis -> Zit.50 
Es schaffen -> W-Fugr.      

 

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