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Boden

Die magische SIEBEN - eine Energie-Spirale!

 

Zu fünft haben wir uns letzte Woche zusammengesetzt, um gemeinsam herauszufinden, welche Grundlagen jeder Mensch braucht, um ein immer erfreulicheres und beglückendes Leben - alleine und zusammen mit anderen - gestalten zu können.

Wir sind von der Überlegung ausgegangen, dass jeder Mensch von jedem anderen verschieden ist und sich in je ganz eigener Art und den persönlichen Bedürfnisse entsprechend entwickelt. Trotz Verschiedenheit und Individualität haben aber alle Menschen in der äußeren Welt etwas existentiell wichtiges gemeinsam, nämlich den Boden, der uns trägt, auf dem wir gehen und uns bewegen können, der uns Nahrung, Wasser, Luft zum Atmen und Heimat zum Verweilen anbietet.

Dieser Boden war nicht von Anfang an so, wie er jetzt ist. Ein schier undurchdringlicher Urwald bedeckte ihn früher, so dass nur kleine Flächen wirklich - und da auch nur unter großen Schwierigkeiten - zugänglich waren. So lange, bis die Menschen sich die Mühe machten, den Urwald zu roden und den Boden zu kultivieren. Plötzlich verschenkte der gleiche Boden, der vorher kaum nutzbar, ja feindlich und abwehrend schien, eine ungemeine Fülle. Das Leben der Menschen konnte damit einfacher, reicher und intensiver werden.

"Wie außen, so innen!" - Wir waren uns einig, dass diese überlieferte, uralte Weisheit zutrifft. Sein Außen spiegelt den inneren Zustand eines Menschen und - ganz allgemein - auch innere Zusammenhänge. Das Interessante ist, dass wohl alle Menschen auch den äußeren Spiegel brauchen, um die eigene innere Welt mehr und mehr beachten und bewusst entdecken zu lernen.

So sind wir fünf 'Forscher' auf unsere gemeinsame Fragestellung gestoßen:

"Was ist der innere Boden, den jeder Mensch braucht, um sich -

den eigenen Anlagen, Fähigkeiten, Neigungen und Vorstellungen entsprechend entwickeln -

und - erfreulich für sich und andere - an der Gemeinschaft teilnehmen zu können?"
 

Wir haben herausgefunden:

Der innere Boden kann niemals an-erzogen werden, weder im Elternhaus, noch in der Schule, weder mit Gewalt und Zwang, noch mit Einfach-alles-durchgehen-lassen. - Das was dagegen jeder Menschen braucht, ist das einfühlsame Hinführen und Anregen, den inneren Boden selbst zu entdecken und ständig weiter zu entwickeln.

Dieser innere Boden eines Menschen kann kümmerliches und darbendes Leben hervorbringen, genauso wie vielfältige, fantasievolle und abwechslungsreiche Fülle in Farben, Formen und Inhalten. Das Leben, das er letztlich trägt, hängt ganz entscheidend von den Bodenbestandteilen, der Ausgewogenheit der Mischung und der Sorgfalt der Pflege ab, die der einzelne Mensch (für sich) aufwendet.

Das Wunderbare ist, dass kein innerer Boden so bleiben muss, wie er gerade ist, auch wenn er bisher noch so vernachlässigt wurde. Achtsame und ausdauernde Zuwendung wirken Wunder! - Und es ist nie zu spät!

Wir sind uns einig, dass im wesentlichen die folgenden sieben Grundbestandteile den inneren Boden eines jeden Menschen ausmachen:

 

Energiespirale mit sieben Stationen

 

BEWUSST SEIN bzw. IMMER MEHR WERDEN 
(nach Innen und nach Außen)

Heiner: "Also, wenn ich früher bewusst gelesen oder gehört habe, dann habe ich verständnislos den Kopf geschüttelt und mich gefragt, was wollen die Leute eigentlich. Wenn ich die Augen aufmache und aus dem Bett steige, von da an bin ich bewusst. - Bis ich dann, ich war kurz vorher umgezogen, beobachtete, dass ich nachhause fahren wollte und tatsächlich den Weg zu meiner früheren Wohnung eingeschlagen habe. - Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, sagte ich mir. - Von da an beobachtete ich mich ein bisschen genauer - in meinem Denken und in meinem Verhalten. Ich fand heraus, dass ich sehr viel automatisch machte. Ich tat irgend etwas, wie ein Roboter, weil ich es bisher immer so gemacht hatte. Ich hatte die Augen offen und bewegte mich. Gleichzeitig träumte ich - war mit den Gedanken wo anders. Ich war wach, aber nicht bewusst. Un-aufmerksam, un-konzentriert."

Antje: "So ähnlich ging es mir auch. Ich war beim Essen und wusste hinterher nicht, wie es eigentlich geschmeckt hatte. Oder ich sagte, ohne zu überlegen, das mag ich und das mag ich nicht, nur weil ich es eben schon immer so entschieden hatte."

Barbara (nachdenklich): "Für mich war bewusst, das Wort und seine Inhalte - zumindest am Anfang - schon ein bisschen verwirrend. Mir schien es so leicht und selbstverständlich zu sein, dass ich dachte, mir dazu eigentlich keine Gedanken machen zu müssen. Seitdem ich begonnen habe, mich damit zu befassen, entpuppt es sich als immer interessanter und vielschichtiger werdend - ja, als Lebensaufgabe. Für mich ist bewusst heute, mehr und mehr mein Denken und Handeln mit meinem Spüren zu begleiten, also auch innerlich dabei zu sein: Damit ich mehr und mehr das tue, was ich wirklich will und was mir letztlich auch gut tut! "

Fred: "Das was ihr sagt, verstehe ich heute auch. Doch um darauf aufmerksam zu werden, habe ich eine Menge Lehrgeld bezahlt. Ich habe lange Zeit in meinem Leben das gemacht, was man macht. Ich habe gearbeitet, wie ein Ochse, viel Geld verdient, berufliches und gesellschaftliches Ansehen gewonnen. Ein großes und schnelles Auto musste her, Designer-Klamotten und trotz aller Zeitnot weite Reisen usw. usw. Immer mehr in dieser Richtung zu schaffen hat mir immer mehr Freude gemacht! - Eines Nachts bin ich aufgewacht und habe erkannt, dass ich überwiegend auf fremden Schienen fahre. Ich tue überwiegend das, was andere sagen, kaufen und gut finden. Wie finde ich das eigentlich für mich - und tut mir das wirklich gut? Seitdem habe ich viel in meinem Leben zu meinen Gunsten verändert! - Heute teile ich meine Lebenszeit viel bewusster ein und wähle auch die Inhalte viel sorgfältiger aus."

Wir fassten zusammen:

Bewußt-sein heißt z.B. aufmerksam, neugierig, offen, beweglich, konzentriert, mit allen Sinnen, bedacht, klar und mit Überblick - bisherige Erfahrungen einbeziehend - Gegebenheiten, Chancen, mögliche Wirkungen, Folgen und Risiken für sich selbst und andere berücksichtigend - eigene Ziele und die Bedürfnisse anderer bedenkend - Gewinn und erforderlichen persönlichen Einsatz wägend - die eigene Beteiligung entscheidend, die gerade bestmögliche eigene Art wählend und probierend, in eigener Kompetenz und in eigener Verantwortung. 
Nur das Bewußt-sein hat Vertrauen, hört auch die Innere Stimme, achtet auch die eigene Intuition und sorgt für mehr Menschlichkeit.
Auch mit Bewußt-sein tauchen selbstverständlich alltägliche Schwierigkeiten, Probleme und Unzulänglichkeiten auf. Doch sie lassen sich nun zunehmend leichter, fröhlicher und erfolgreicher für alle angehen und bewältigen.

Es ist ein ganz anderer innerer (und auch äußerer) Zustand, als un-bewusst, automatisch, wie immer, den Gewohnheiten und Regeln entsprechend, eng und einseitig.

 

VERBINDEN 
(nach Innen und nach Außen - Brücken bauen)

Antje: "Also wenn ich verbinden höre, dann erinnert mich das sofort an meine kleine Michaela. Ohne Worte hat sie es von Anfang an ausgezeichnet verstanden, mit mir in Verbindung zu kommen, damit sie das bekommt, was sie gerade braucht. Sie strahlte mich lachend an und streckte mir die Ärmchen entgegen - 'Ahia!' - und schon nahm ich sie in die Arme, drückte und herzte sie. Sie schrie erbärmlich und schon hatte sie wieder Erfolg, bekam Futter oder Trost, also die Zuwendung, nach der ihr gerade war. In der Zwischenzeit ist sie schon ein bisschen größer und jetzt reichen Anlachen oder Schreien nicht mehr. Jetzt haben wir zusätzliche und andere Möglichkeiten entwickelt - feinere - miteinander in Verbindung zu kommen und zu sein. - 
Wir reden viel miteinander, auch über Gefühle, Sorgen und Ängste, wir hören einander auch zu und stellen Fragen zu Einzelheiten, wir weinen auch hin und wieder zusammen, auch immer wieder, wenn ich klare Grenzen setzen muss, die Michaelas Wünsche beschränken. Wir helfen einander auch. Auch sie mir, bei Arbeiten im Haushalt, aber auch abends, wenn ich weggehen und dabei kein schlechtes Gewissen haben möchte. - Ja, wir haben ein recht lebendiges und gutes Verhältnis zueinander!" 

Fred: Wenn ich an 'verbinden' denke, dann fällt mir auch 'verbünden' ein. Nicht in Rivalität und Gegeneinander die Energien verschleudern, sondern die verschiedenen Ansätze und Fähigkeiten zu Neuem, Besserem, Erfreulicherem zusammenführen. Ein achtsames Miteinander suchen und mit-gestalten. Und jeder trägt im Rahmen der eigenen Möglichkeiten dazu bei.

Heiner: Dazu gehört, denke ich, auch 'loslassen', die eigenen Vorstellungen 'so und nur so' durchdrücken zu wollen, Rücksichtnahme, aber auch Gelassenheit und die Bereitschaft, auch 'Verschiedenes' nicht zu bekämpfen, sondern es gleichberechtigt nebeneinander gelten zu lassen. Wie der Volksmund sagt: "Leben - und leben lassen!" - Und das hat überhaupt nichts mit Gleichgültigkeit zu tun!

Barbara: Lange Zeit habe ich gemeint, dass 'entwickeln' heißt, die Polaritäten, also gut / schlecht, innen / außen, ich / du usw., aufzulösen. Dann wieder dachte ich, ich müsse nur einer Seite zustreben, z.B. nur dem Guten, nur dem was einfach und bequem geht, und die andere Seite ablehnen und sogar bekämpfen, z.B. das Böse, das Anstrengende und Schwierige. - Bis ich dann irgendwann darauf gekommen bin, dass es weder um Auflösung, noch um Weghaben-wollen (z.B. auch von Schmerz, Krankheit und Unwohl-fühlen) gehen kann. Vielmehr ist die Aufgabe, beide Pole 'in mir' zu verbinden und sie damit zu meinen Verbündeten zu machen. - Beide sind wichtig - und zwar gleichzeitig. Was wäre wohl, wenn mir nicht mein ungutes Gefühl signalisieren würde, dass ich gerade, ohne mir dessen bewusst zu sein, dummes Zeug in meinem Leben mache? Ich würde es nicht merken - und mich weiter selbst-schädigend verhalten. Beachte ich aber in jeder Situation nicht nur mein äußeres Handeln und Verhalten, sondern auch gleichzeitig die dazu in mir entstehenden Gefühle und körperlichen Erscheinungen, dann 'merke ich es', wenn etwas nicht stimmt. Und jetzt kann ich genauer hinschauen und prüfen, ob ich so weitermachen oder selbst und bei mir etwas verändern will. So wird das Leben ehrlicher und intensiver.

Gerhard: Das ist heute für mich auch ganz wichtig. Immer bewusster und im Augenblick voll anwesend zu handeln und zu spüren. Nur so kann ich mein Verhalten ja korrigieren und bestmöglich auf die aktuelle Situation ausrichten. So, dass es mir im Ergebnis besser und nicht gleich wie bisher oder gar schlechter geht. - Für mich ist übrigens das Meditative Gehen / Laufen nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, das 'Verbinden' täglich zu üben, sondern ich bin erst darüber, also körperlich, daraufgekommen, dass das eigentlich immer dabei sein muss. Erst dann bin ich präsent, also  jetzt anwesend.

Verbinden ist also die Fähigkeit und die Bereitschaft, für immer bessere Verbindungen zu sorgen. Nicht nur ja zu sagen zu dem, was andere wollen und dabei eigene Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen außer acht zu lassen. Auch nicht nur nein zu sagen, sich aufzulehnen und dagegen zu sein und dabei die Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen des Gegenübers zu ignorieren. Das Ziel sollte sein, nicht im entweder - oder eine Seite von der anderen zu trennen, sondern im sowohl - als auch beide Seiten, die immer vorhanden und wichtig sind, gut miteinander zu verbinden.

z.B. Verstand und Gefühl, bisherigen Erfahrungen und neuen Möglichkeiten, Außen und Innen, Ich und Du, Mensch und Mensch, meine Interessen und Bedürfnisse und deine Interessen und Bedürfnisse, Situation und Prioritäten, Dialog und Konsens, offen und neugierig, Vielfalt und Kreativität, Lachen und Weinen, Freude und Schmerz, tun und geschehen lassen, annehmen und gestalten, Ruhe und Bewegung, heiß und kalt, reden und schweigen, Frau und Mann, Tag und Nacht, Spannung und Entspannung usw. Beide Polaritäten sind sich bedingende Notwendigkeiten. Noch schwach ausgeprägte Polaritäts-Anteile dürfen weiter entwickelt werden. 

Mich mit mir und anderen so verbinden, dass es für alle Beteiligten ein Gewinn ist, alle also etwas davon haben!?

 

GLEICHZEITIG  und  IM GLEICHGEWICHT
(dafür sorgen)

Gerhard: Erst beim täglichen Meditativen Gehen / Laufen ist mir bewusst geworden, dass ich meine Beine geringfügig verschieden belaste. Auch die Schrittlängen und die Pendelbewegung des Körpers waren nicht gleichmäßig. Das wirkte sich störend und beeinträchtigend auf den Fluss der Bewegung und damit auf Energieverbrauch und Wohl-fühlen aus. - Heute kann ich tun, was ich will. Ein Teil meiner Aufmerksamkeit beobachtet immer das Gleichgewicht in Bewegungen und Haltung, vor allem die Gleichmäßigkeit der Belastung von Fersen und Ballen - und wie ich mich damit fühle. Dafür gut zu sorgen, gelingt mal mehr und mal weniger. Aber je besser ich mich konzentriere, desto intensiver macht sich das Wohl-fühlen bemerkbar. Es ist super!

 

 

 

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